Heute wird auf den Straßen so viel fotografiert, dass regelmäßig das Ende der Straßenfotografie als Kunstgattung prophezeit wird. Weil aber das Besondere überhaupt erst vor dem Durchschnitt sichtbar wird, ist damit in nächster Zeit eher nicht zu rechnen. Unsere Bildstrecke zeigt, wie lebendig das Genre im Gegenteil ist und wie selbstbewusst es sich von ihren Übervätern Robert Doisneau oder Henri Cartier-Bresson emanzipiert hat. In dem Sammelband "World Street Photography" suchen die Künstler nicht mehr so sehr die Erzählung, sondern eher die Geometrie.