Der Nachfolger von Ines Pohl heißt Georg Löwisch. Der Vorstand der taz berief den 41-Jährigen zum neuen Chefredakteur, wie die Zeitung in ihrem Hausblog mitteilte. Er startet Mitte September. Aus der bisherigen Doppelspitze aus Pohl und Andreas Rüttenauer wird dann wieder ein einzelner Chefposten. 

Löwisch ist ein taz-Gewächs: Er hatte dort 1998 volontiert und begann zwei Jahre später als Redakteur der Reportageseite, war einige Zeit Inlandsreporter und leitete ab 2009 die damals neu gegründete sonntaz. 2012 verließ er die Zeitung und arbeitete die vergangenen Jahre als Textchef beim Debattenmagazin Cicero.

"Es ist schön, nach Hause zu kommen. Die taz ist die Zeitung der Zukunft", sagte Löwisch laut Hausmitteilung. Die taz sei die stärkste Stimme der demokratischen Gegenöffentlichkeit in Deutschland. "Ich will meinen Teil dazu beitragen, dass es so bleibt."  

Seine Vorgängerin Ines Pohl hatte erst vor wenigen Tagen ihren Rückzug von der Spitze der Zeitung verkündet. Sie wird ab Ende des Jahres als Korrespondentin der Deutschen Welle aus Washington berichten. Rüttenauer, erst seit März 2014 Co-Chefredakteur, soll Leiter einer neu zu gründenden Zukunftswerkstatt innerhalb der taz werden.