Der Musiker Max Greger ist tot. Der Band-Leader starb im Alter von 89 Jahren in einer Münchner Klinik an einer Krebserkrankung, teilte seine Frau Johanna mit.  

Der legendäre Jazz- und Swingmusiker trat in Hunderten von Konzertsälen auf, nahm mehr als 150 Platten und CDs auf und produzierte etwa 3.000 Stücke. In seiner Karriere war Greger mit Weltstars wie Louis Armstrong, Duke Ellington und Ella Fitzgerald auf der Bühne zu sehen. Viele Konzerte gab Greger gemeinsam mit Hugo Strasser und Peter Kraus. 

Bereits kurz nach Kriegsende spielte Greger als einer der ersten Deutschen in amerikanischen Offiziercasinos. 1948 gründete er sein erstes Sextett. 1959 reiste Greger mit seiner Band, zu der auch Maria Hellwig und Udo Jürgens gehörten, als erste westliche Gruppe fünf Wochen lang durch die Sowjetunion. Danach gelang ihm der Durchbruch. 

Mit seiner Musik prägte er auch das deutsche Fernsehen. Von 1963 bis 1977 war er mit seinem Orchester fester Bestandteil großer ZDF-Fernsehshows. Besonders stolz war er auf die Melodie des "Aktuellen Sportstudios".

"Meine berühmteste Nummer ist 23 Sekunden lang", sagte er einmal. "Das ist das längste und meist gespielte Thema auf der Welt."