Das ZEITmagazin hat beim Medienpreis LeadAward mit acht Medaillen die meisten Auszeichnungen erhalten. Die Preisträger wurden am Montagabend in Hamburg bekannt gegeben. Die LeadAward-Jury zeichnet alljährlich das Beste aus Zeitschriften, Zeitungen, Fotografie, Online und Werbung aus.

In der Hauptkategorie Zeitschriften wurde der Text "Ohne ihn" über das Schicksal des toten Flüchtlingsjungen Alan als "Beitrag des Jahres" mit Gold ausgezeichnet. Eine Grafik bekam als "Illustration des Jahres" Bronze.

In der Hauptkategorie Foto erhielt das ZEITmagazin Auszeichnungen in den Bereichen "Architektur- und Still-Life-Fotografie des Jahres" (Silber und Bronze), "Porträtfotografie des Jahres" (Gold und Silber), "Mood- und Modefotografie des Jahres" (Silber) und "Reportagefotografie des Jahres" (Bronze).

Auch DIE ZEIT erhielt mehrere Preise. In der Hauptkategorie Zeitungen wurde das neue Ressort "Z – Zeit zum Entdecken" mit Silber ausgezeichnet. Der Jury-Vorsitzende Markus Peichl sagte, damit habe DIE ZEIT wieder einmal neue Standards gesetzt. In derselben Kategorie gab es auch Silber und Bronze für Illustrationen.

Ein Überblick der weiteren Preise:

Magazin: Gold geht an das SZ Magazin, Silber geht an die Zeitschrift Vice, Bronze an die verlagsunabhängige Musikzeitschrift Spex. Als Newcomer wurde das Essay- und Reportagemagazin Block von Theresia Enzensberger gefeiert, das weder Themen noch Formate vorgebe und nur bei einer Vorbestellung von 1.300 Exemplaren gedruckt werde.

Zeitung: Bei den Tageszeitungen habe sich ein "Jahrgang erster Güte" präsentiert, teilte der Jury-Vorsitzende Markus Peichl mit. Zum einen habe es viele Relaunches und Neuerungen gegeben, zum anderen besteche die große Anzahl herausragender Einzelleistungen und publizistischer Kraftanstrengungen. Als Lead-Zeitung wurde die B.Z. ausgewählt, die nach dem Urteil der Jury "den Boulevardjournalismus neu definiert hat, indem sie Breitenwirksamkeit, Ernsthaftigkeit und Anspruch verbindet". Auf Rang zwei folgte die Wirtschaftszeitung Handelsblatt.

Foto: Für das beste Foto wurde die türkische Fotografin Nilüfer Demir ausgezeichnet. Sie überzeugte die Jury mit ihrem Bild des toten Flüchtlingsjungen Alan am Strand von Bodrum in der Türkei, das als ein Symbol für die Flüchtlingskrise um die Welt ging.

Online: Als Webfeature des Jahres reüssierten mit den "Panama Papers" und "Die große Flucht" zwei Onlinebeiträge der Süddeutschen Zeitung, die der Jury zufolge für die exzellente Aufbereitung komplexer Inhalte im Internet stehen. Zum Webmagazin des Jahres wurde faz.net gekürt. Auch eine mobile Anwendung war erfolgreich: Die App Ankommen
vom Goethe-Institut, dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und ARD alpha.

Werbung: Die Jury entschied sich für Armin Jochum, den Kreativchef der Agenturgruppe thjnk, als "Creativleader".

Die Arbeiten sind noch bis zum 30. Oktober in den Hamburger Deichtorhallen zu sehen.