Der Schauspieler Hans-Michael Rehberg ist tot. Wie das Münchner Residenztheater mitteilte, starb er bereits am Dienstagvormittag im Alter von 79 Jahren in Berlin. Rehberg wurde 1938 in Fürstenwalde bei Berlin geboren. In Essen absolvierte er seine Schauspielausbildung. Seine Berufslaufbahn begann an den Vereinigten Städtischen Bühnen Krefeld-Mönchengladbach, anschließend ging er von 1963 bis 1972 an das Bayerische Staatsschauspiel in München. 

Einem breiten Publikum wurde er durch seine komödiantischen Rollen im Fernsehen bekannt. Ab 2003 spielte er den Bischof Hemmelrath in der ARD-Reihe Pfarrer Braun. 2004 war er in der erfolgreichen Kinokomödie (T)Raumschiff Surprise zu sehen. Rehberg konnte aber nicht nur lustig sein: Mit den Filmen Der Totmacher, Schindlers Liste oder Die Manns war er ebenfalls im ernsten Fach erfolgreich.

Rehberg war auch als Regisseur aktiv. Für sein Schaffen wurde er mehrfach ausgezeichnet. So wurde er 1994 mit der österreichischen Kainz-Medaille für die Darstellung des Mendel Krik in Sonnenuntergang von Isaak Babel im Wiener Akademietheater geehrt. 1999 erhielt er den Gertrud-Eysoldt-Ring als bester Schauspieler für Der verkaufte Großvater von Franz Xaver Kroetz am Münchner Volkstheater.

Die Salzburger Festspiele reagierten auf die Nachricht vom Tod Rehbergs. Seit seinem ersten Auftritt als Cassius in Peter Steins Julius Caesar 1992 habe Rehberg 166-mal auf den Bühnen der Festspiele gestanden. "Er gehörte zu den großen deutschen Schauspielkünstlern seiner Generation", hieß es in einer Pressemitteilung.