Neunzig Prozent der Pariserinnen und Pariser fanden den Entwurf indiskutabel: Eine Pyramide aus Glas sollte die ehrwürdigen Bauten des Louvre verschandeln. Erfunden auch noch von einem amerikanischen Architekten! Ieoh Ming Pei ließ sich davon nicht beeindrucken. Er beharrte auf seiner Idee und verwirklichte die Glaspyramide, die heute als das Wahrzeichen des Pariser Museums gilt und von den Franzosen verehrt wird. Vielleicht half Pei in seinem langen Berufsleben seine Erziehung mit den Werten des Buddhismus und Konfuzianismus in seiner Kindheit in China. 1935 migrierte er in die USA, studierte in Boston und Harvard, war Schüler von Walter Gropius und begeisterte sich für die Ideen Le Corbusiers. Zu seinen berühmtesten Werken zählen neben dem Louvre die Erweiterungen der National Gallery in Washington D.C. und des Deutschen Historischen Museums in Berlin. Pei starb im Alter von 102 Jahren.