Nachricht trifft rein wie Mörsergranate in Spielhalle, vallahi! Alle Shishabars in Austria bald dicht, egal ob drinnen oder draußen – Rauchverbot komplett mit Soße, überall! Man liest und denkt, oğlum, Witz oder was? Führer und Vize-Führer sind wegen Ibizasause weg und jetzt so was!? Das ist ein Totalangriff auf Sozialisation, Integration, Inhalation.

Shishabar, für alle Nichtwisser, ist die letzte Station auf dem Weg zurück nach Hause. Wer Wettbüro, Taxibusiness und alles andere auch schon in den Sand gesetzt hat, geht noch ein letztes Mal zu Onkel Ömer oder Tante Adrijana, leiht sich was, und macht Wasserpfeifenimbiss auf. Wer das nicht schafft, kehrt endgültig in sein kroatisches Dorf zurück und hilft Cousin Branko in der Ferienpension. Oder fährt mit Schlauchboot von Donau ins Schwarze Meer und arbeitet bei entfernten Verwandten als Pflücker auf türkischer Haselnussplantage. Altes Gesetz aus Osmanischem Reich: Auf Shishabar folgt Heimat. 

Shishabar ist im Prinzip wie Kebab, nur statt Adana oder Ćevapčići schmurgelt Tabak auf dem Grill. Abend für Abend sitzen verliebte Habibis und Habibtis auf kleinen Sesselchen, schauen sich stundenlang tief in die Augen und gurgeln "Kurkuma-Katze" oder "Wassermelone vom Westbalkan" durch die Schläuche. Wer kann, pustet Umriss vom Riesenrad aus Praterköy in die Wiener Luft. Je günstiger die Grundstückspreise in der Gegend sind, in der die Shishabar liegt, umso wahrscheinlicher, dass ein Auge zugedrückt wird, wenn einer 150 Grammovič geröstete Kichererbsen aus der Tasche zieht und anfängt zu knabbern. Ansonsten bitte nichts von zu Hause mitbringen! Wer Hunger hat, kann am Tresen Tütchen M&M’s kaufen. Noch schlimmer als Ausländer in Shishabar sind Lea und Johannes, die nach Bummel durch Schönbrunn "eine Runde gechillt abhängen wollen". Lan! Shishabar ist nicht kasap!! Seid ihr Schafschinken, oder warum müsst ihr immer überall abhängen?

Obergrenzwerte auf der Toleranzskala

Typisches Geräusch in Wasserpfeife-Evi sind: chrrrcht, chrrrcht, chrrrcht, so klingt das Hin- und Herschieben der Shishakohle mit einer Minizange. Und: prhloooooo, Inhalieren des Rauchs (Selam von Darth Vader). Egal ob in Österreich oder in Deutschland, schaut man sich die Deutsch-Libanesen, Austria-Kosovaren, Vienna-Albaner, oder Neukölln-Jordanier an, wie ihnen die Schläuche aus dem Mundwinkel hängen, als hätte ihr Zahnarzt den Sauger vergessen rauszunehmen, denkt man, mein Gott! Mein Gott!! Eure Mütter und Väter konnten nicht lesen und schreiben, aber wenigstens hatten sie Eier genug, sich den Tabak direkt zwischen die Kiefer zu bröseln und dort anzünden. Wer Kokos-Mango im nargile blowjobbt, lässt sich nach Arschbombe auch zum Orthopäden überweisen. Absolut haramovice! Tausendmal püüh in eure Richtung, Erkan, Tarkan, Hakan, Ivan, Goran, Slobodan: Wer Kunstrasen mit Vanillegeschmack durch Filter raucht, kann sich auch gleich von Süleyman in Sebastian umtaufen. Ihr seht auf euren Minisesselchen aus wie lebende Dudelsäcke!

Dieses Rauchverbot, soviel ist klar, muss vollkommen eng ausgelegt werden. Am besten noch eine Kohlenstoffmonoxidfatwa ausklügeln und dann auch die Kebabsalons alle zu. Würstelbude ja, arabische Hühnergrillkette nein. Auch das Grillen in den Hinterhöfen der Außenbezirke nicht vergessen. Könnte auch weg. In Kombination mit einer Lärmbelästigungssure könnte man das nervtötende Geräusch der alten kosovarischen, albanischen oder bosniakischen amcas mit dem klack, klack, klack ihrer Gebetsketten neutralisieren. Wie sie da manchmal durch die Straßen Wiens bummeln und im Rücken die Holzperlen ihrer tesbihs aufeinanderdrücken, erreicht je nach Größe der Kugeln Dezibelobergrenzwerte auf der Toleranzskala. Und dann lasst diese verwöhnte, gegelte dritte und vierte Generation E-Shisha nuckeln und dabei aussehen wie Babys an den Brüsten ihrer Mütter. Gebt ihnen Dampf-Hühnchen, Vapo-Sonnenblumenkerne und batteriebetriebene Laufräder. Sollen sie sich doch genauso lächerlich machen wie Frau Magister hanım und Herr Hofrat efendi.

Man kann nur hoffen, dass Innen-Abi Horst in seinem memleket-Ministerium endlich auch so ein Notstandsdekret in Almanistan erlässt. Klar wird es Widerstand geben! Irgendeine Aminata und Aynur aus dem AStA wird mit Sicherheit den Vorwurf der Shishophobie erheben. Es gab doch mal diesen Lungenarzt Köhler, der zusammen mit 100 anderen Wissenschaftlern aufgrund seiner "Berechnungen" den Diesel retten wollte. Es stellte sich heraus, dass weder er noch die anderen rechnen konnten, und seitdem sind sie verschollen. Die hätten doch jetzt Zeit. Könnten sie nicht ein bisschen auf ihrem Zauberwürfel hin- und herrechnen und "beweisen", dass Deutschland bis 2020 klimaneutral wird, wenn alle Shishabars auch hier schließen? 

Immer wieder gibt es in Deutschland Razzien in Shishabars. Sie gehen mit viel Tamtam, SEK und Lokalpresse rein und kommen im Prinzip nur mit einem unausgeleerten Aschenbecher zurück. Typisch Deutschland: Stell dir vor, du bist Polizist, willst ein paar Ausländer hochnehmen, und alles worauf du dich stützen kannst, ist der Brandschutz.