Der Axel-Springer-Konzern hat einen Umbau des Unternehmens angekündigt. "Der Vorstand hat heute umfangreiche Restrukturierungsmaßnahmen für den Bereich News Media National beschlossen", teilte das Unternehmen mit. Geplant seien Kosteneinsparungen von 50 Millionen Euro. Vorstandsmitglied Stephanie Caspar sagte, Springer wolle sich fokussieren und Strukturen in Bereichen, die nicht mehr wachsen, verkleinern. Das erfordere Einschnitte, auch bei den Mitarbeitern. 

Unter anderem in Verlag und Redaktionen sollen Stellen eingespart werden. Springer nannte keine konkrete Zahl. Man werde erst einmal mit der Belegschaft reden, hieß es. Fest stehe aber, dass einige Redaktionen enger verzahnt werden, etwa Bild und Bild am Sonntag. Sportinhalte sollten markenübergreifend für Welt, Bild und Sport Bild produziert werden. Die werktäglichen Ausgaben von Welt Kompakt sowie Welt Hamburg will der Konzern einstellen. Die Bild inklusive ihrer Regionalausgaben und B.Z., Bild am Sonntag sowie Welt und Welt am Sonntag sollen als gedruckte Zeitungen bestehen bleiben. 

Axel-Springer-Chef Mathias Döpfner hatte mit dem geplanten Einstieg des US-Finanzinvestors Kohlberg Kravis Roberts (KKR) weitreichende Veränderungen für das börsennotierte Medienunternehmen angekündigt. Das Wachstum im Digitalen soll vorangetrieben werden. In den nächsten drei Jahren sollen insgesamt mehr als 100 Millionen Euro vor allem in eine Live-Video-Strategie von Bild fließen.

Wegen des Umbaus, aber auch wegen schwächerer Geschäfte in bestimmten Bereichen senkt der Konzern nach eigenen Angaben seine Ziele für das laufende Jahr. Bisher hatte das Management ein Minus im niedrigen einstelligen Prozentbereich veranschlagt. Das operative Ergebnis (bereinigtes Ebitda) werde zwischen zehn und 20 Prozent sinken. Bisher war von einem Rückgang im mittleren einstelligen Prozentbereich die Rede.