Beginnen
wir doch noch mal beim Wetter! Über das gibt es keine zwei Wahrheiten – an
vielen Orten Europas, auch in Deutschland, ist es wieder über einen sehr
langen Zeitraum sehr unterbrechungslos sehr trocken, nach einigen anderen sehr
trockenen Jahren. Man kann das gut sehen an Grasflächen und Bäumen, zumindest in
Nord- und Ostdeutschland, wobei es unerheblich ist, dass sich zumindest Gras
regeneriert, wenn es irgendwann wieder regnet.
Man kann es aber auch nicht sehen, oder ganz andere Bedrohungen für deutsche Wiesen herbeifantasieren. Etwa dass aufgrund von Veganismus bald kein Milchvieh mehr da ist, um das Gras kurzzuhalten, weshalb also Tierkonsum gar nicht schlecht fürs Klima, sondern bestens für die Natur sei. Strategisch ist dieser Gedanke des bayrischen Wirtschaftsministers und Freie-Wähler-Vorsitzenden Hubert Aiwanger genial. Er bringt andere dazu, ihre Zeit mit differenzierten und auf die fragile Psyche von Landwirten abgestimmten Statements zu verschwenden, wonach das mit der Landschaftspflege schon richtig, aber angesichts von Massentierhaltung und Methanproblematik nur ein Kuhfurz in der Atmosphäre sei. Allein verbreitet sich dieser Widerspruch natürlich längst nicht so gut wie der Quatsch, auf den er sich bezieht.