Elon-Musk-Biografie: Einen wie ihn hat die Welt wirklich noch nicht gesehen
Walter Isaacsons Biografie über Elon Musk wurde gespannt erwartet. Sie zeichnet das ambivalente Bild eines genialischen Ingenieurs und empathielosen Menschenschinders.
Die Biografie über Elon Musk von Walter Isaacson wirft die Frage auf, ob man für diesen genialen, aber rücksichtslosen Unternehmensgründer arbeiten könnte. Das Buch beschreibt Musks Visionen, darunter die Abschaffung des Verbrennungsmotors und die Marsbesiedlung, sowie seine kontroverse Persönlichkeit. Isaacson hat Musk zwei Jahre lang begleitet und enthüllt Details über sein Leben und seine Arbeit, wobei er sich streng chronologisch an Musks Geschichte hält. Das Buch ist voller Anekdoten und enthält Interviews mit prominenten Persönlichkeiten aus dem Silicon Valley. Musk wird als Workaholic mit einem besonderen Verständnis von Unternehmertum und Humor dargestellt. Isaacson hebt Musks Detailversessenheit und Fertigungsoptimierung hervor, die entscheidend für seinen Erfolg sind. Die Biografie endet mit der Frage, wie eine Verfilmung aussehen könnte, wobei Robert Downey Jr. als Hauptdarsteller im Gespräch ist.
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Die vielleicht merkwürdigste und letztlich aber logischste Frage, die man sich nach der Lektüre einer wirklich sehr umfangreichen Biografie über einen Unternehmensgründer stellen kann, ist die, ob man ihn gerne als Chef haben würde. Wobei im Fall von Elon Musk die Frage besser so gestellt wäre: Ob man es aushielte, aushalten wollen würde, für diesen Typen zu arbeiten.
Um dem Vielfirmeninhaber Musk dann bei der Verwirklichung seiner Ideen zu helfen, von der manche seiner Unternehmen gar nicht mehr so weit entfernt scheinen: den Verbrennermotor bei Autos endgültig abzuschaffen und autonomes Fahren zur Serienreife zu bringen (Tesla), der Solarenergiegewinnung weiter zum Durchbruch zu verhelfen (Tesla Energy, ehedem SolarCity), die Weltraumraketentechnologie zu revolutionieren (SpaceX), für den Fortbestand der Menschheit ungefährliche künstliche Intelligenz zu entwickeln (xAI), Stadtverkehr komplett unter die Erde zu verlegen (The Boring Company), Menschen mit Maschinen zu vernetzen (Neuralink), freundliche humanoide Roboter zu bauen (Nebenprojekt bei Tesla). Fernziel: die Menschheit zur "multiplanetaren Zivilisation" zu machen, unter anderem per Marsbesiedlung. Aktuelles Nahziel, und dabei läuft es nun wirklich nicht gut: X, formerly known as Twitter, nicht nur als funktionierende Plattform für freie Rede erhalten, sondern zu einer Art Alles-App entwickeln.