Wolf Biermann, ein deutsch-deutscher Dichter, reflektiert in einem Interview mit der ZEIT über seine Identität und die Entwicklungen in Ost- und Westdeutschland. Er spricht über seine Erfahrungen in beiden Deutschländern, die Bedeutung von Demokratie und Freiheit, sowie die politische Landschaft in Ostdeutschland. Biermann warnt vor totalitären Tendenzen und betont die Wichtigkeit der Demokratie. Er äußert sich kritisch zu politischen Entwicklungen und warnt vor einem neuen Faschismus. Trotzdem bleibt er optimistisch und glaubt, dass Deutschland noch nicht verloren ist.
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DIE ZEIT: Herr
Biermann, sind Sie eigentlich Ossi oder Wessi?
Wolf Biermann: Ich gehöre zu den seltenen
Exemplaren, die in beiden Deutschländern wirklich gelebt haben, bin also kein
deutscher Dichter, sondern ein deutsch-deutscher.
ZEIT: Sie glaubten am Anfang in der DDR an den
Kommunismus, gerieten 1976, als die SED Sie gegen Ihren Willen ausbürgerte, in
den Kapitalismus. Sie galten dann im Westen als Antikriegs-Liedermacher, lasen
aber den Gegnern des Golfkriegs die Leviten. Wollen Sie vermeiden, dass man
sich ausrechnen kann, wo Sie hingehören?