ZEIT ONLINE : Ich habe gehört, dass es nicht einfach war, für diesen Film das Geld aufzutun.

Tomasz Thomson: War es tatsächlich nicht. Das lag wohl am Genre der schwarzen Komödie. Davon gibt es in Deutschland einfach zu wenige. Hier ist Drama gefragt.

ZEIT ONLINE: Wie hat's dann doch noch geklappt?

Thomson: Wir hatten zunächst - wie üblich - das Drehbuch verschickt. Aber eine Killerkomödie kommt nicht gut, wenn man sie liest: "Typ A haut Typ B die Omme ein." Die ganze Tonalität geht verloren. Kein Wunder, dass sich die Leute gefragt haben: "Das soll jetzt lustig sein?" Also haben wir einen Trailer gedreht, wie für einen Film, der bereits fertig ist. In Amerika ist das durchaus üblich. Damit hat's dann auch geklappt.

ZEIT ONLINE: Niemand fand den Film politisch zu inkorrekt?

Thomson: Nun, bei arte haben sie sich nicht gefreut, dass so viele Schimpfwörter vorkommen. Aber, hey, der Film spielt im Gangstermilieu, da geht es mal rau und derb zu. Der Anarcho-Touch musste sein. Das haben dann aber auch alle verstanden.

ZEIT ONLINE: Irgendwelche Vorbilder?

Thomson: (lacht) Fargo ist ein solcher Meilenstein in der Kinogeschichte, dass jeder, wenn er Gaunerkomödie und Schnee hört, sofort an Fargo denkt. Der Film selbst hat aber gar nichts mit Fargo zu tun.