ZEIT ONLINE: Sie arbeiten momentan an einer Romanversion von Avatar. Wozu?

Cameron: Es handelt sich hierbei nicht um eine Romanfassung des Films, das wäre total langweilig. Ich will ein Buch schreiben, auf dem Avatar hätte basieren können. Mir liegt das Projekt so am Herzen, weil ich dadurch die komplette Hintergrundgeschichte erzählen kann. Es ist doch zum Beispiel sehr interessant, wie die Menschen nach Pandora gekommen sind. Ich möchte mit dem Buch eine Art Avatar-Bibel schreiben, anhand derer andere Künstler später weitere Geschichten erzählen können, ohne logische Fehler zu machen.

ZEIT ONLINE: Mit "Avatar" haben Sie die Messlatte für 3D- und Spezial-Effekte deutlich angehoben. Was kommt jetzt?

Cameron: Wir müssen diese Effekte günstiger umsetzen. Denn nur dann kann auch der Rest der Industrie wirklich davon profitieren.

ZEIT ONLINE: Sie gelten als ein Visionär der Filmtechnik in Hollywood. Haben Sie auch privat immer das Neueste vom Neuen?

Cameron: Nein, ich war zwar in den achtziger Jahren einer der ersten, der ein Handy hatte, aber mittlerweile ist mir das alles nicht mehr so wichtig. Ich kann nicht mal wirklich SMS schreiben. Mein Laptop ist mein einziges unentbehrliches Spielzeug.

Das Gespräch führte Sven Schumann