Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences hat die Nominierten für die Oscar-Verleihung bekannt gegeben. Der französische Stummfilm The Artist ist der Favorit für die diesjährigen Verleihung: Der Film von Michel Hazanavicius erhielt Nominierungen für zehn Oscars, unter anderem für den Besten Film. Hazanavicius könnte die Trophäe auch für seine Regie und als Drehbuchautor gewinnen, Jean Dujardin ist als bester Hauptdarsteller nominiert, Ludovic Bource für die Musik zum Film.

Weitere Oscar-Favoriten sind Martin Scorseses Steampunk-Hommage Hugo Cabret (elf Nominierungen), die Tragikomödie The Descendants mit George Clooney als überfordertem Familienvater (fünf Nominierungen) und Moneyball mit Brad Pitt als Baseball-Trainer (fünf Nominierungen). Woody Allens Midnight in Paris konnte sich vier Nominierungen sichern. Drei Nominierungen erhielten das Südstaaten-Drama The Help und das im 19. Jahrhundert angesiedelte Drama Albert Nobbs . Glenn Close spielt darin eine Frau, die sich als Mann ausgibt, um Arbeit zu finden.

Als beste männliche Schauspieler sind neben Jean Dujardin ( The Artist ) George Clooney ( The Descendants ), Brad Pitt ( Moneyball ), Gary Oldman ( Dame, König, As, Spion ) und Demián Bichir ( A Better Life ) nominiert. Im Rennen um die Trophäe für die beste weibliche Rolle konkurrieren Meryl Streep in der Rolle der Margaret Thatcher , Glenn Close, Michelle Williams (als Marilyn Monroe ), Viola Davis und Rooney Mara (in Verblendung ) .

Doku-Oscar könnte nach Deutschland gehen

Oscar-Chancen hat auch der deutsche Regisseur Wim Wenders : Er ist mit seiner 3D-Hommage Pina für den Doku-Oscar nominiert worden. Der Film über die 2009 gestorbene Tänzerin und Choreographin Pina Bausch , Gründerin des Wuppertaler Tanztheaters, tritt bei der Oscar-Vergabe in der Sparte Bester Dokumentarfilm gegen vier Mitstreiter an.

Pina hatte anfangs doppelte Oscar-Chancen, denn der Film war für Deutschland auch ins Rennen um den Ausland-Oscar gezogen. Bei einer Vorauswahl schaffte er es in der Sparte nicht-englischsprachiger Film zwar in die Gruppe von neun Spitzenkandidaten, konnte sich am Dienstag aber nicht unter den Top-5-Nominierten platzieren. Seine erste Oscar-Nominierung hatte Wenders im Jahr 2000 für die Musik-Doku Buena Vista Social Club in der Kategorie Bester Dokumentarfilm erhalten, war bei der Preisvergabe dann aber leer ausgegangen.

Der Oscar für die besten Filme des Jahres 2011 wird am 26. Februar im Kodak Theatre in Los Angeles verliehen. Vor einem Jahr war The King's Speech der große Favorit . Von zwölf Nominierungen gewann er vier Oscars, unter anderem die besonders wichtigen als bester Film, beste Regie (Tom Hooper) und bester Hauptdarsteller (Colin Firth).