Regisseur Kurt Maetzig , der DDR-Filmgeschichte geschrieben hat, ist tot. Er starb im Alter von 101 Jahren in seinem Haus in Wildkuhl in Mecklenburg-Vorpommern , wie seine Witwe mitteilte.

Maetzigs wichtigstes Drama, Ehe im Schatten , erzählt die Geschichte eines Schauspieler-Ehepaars, dass in den 1940er Jahren vor den Nazis fliehen muss. Die Aufführungen des Films 1947 lösten Erschütterung im Nachkriegsdeutschland aus. Der sozialismuskritische Film Das Kaninchen bin ich wurde von der DDR-Führung verboten. 

Maetzig drehte aber auch zahlreiche Propagandafilme für den SED-Staat. Der Regisseur war außerdem Mitbegründer der DDR-Filmfirma Defa .

Zehn Jahre leitete er die Babelsberger Filmhochschule . Maetzig war viermal verheiratet und Vater dreier Kinder. Zuletzt war er ältestes Mitglied der Berliner Akademie der Künste .