ZEIT ONLINE: Wie haben Sie diese besonders authentisch wirkende Sprache für Ihre Figuren gefunden?

Ayer: Ich habe einfach nur aufgeschrieben, wie Männer untereinander eben reden. Darüber hinaus müssen Filmdialoge oft miterzählen, was der nächste Plotpunkt ist und welche Motivation die Figuren haben, um an diesen oder jenen Ort zu gehen. Das musste ich nicht machen, weil das Wesen des Polizeidienstes nun einmal ist, dass man einen Funkspruch bekommt und ins nächste Ereignis hineingezogen wird.

ZEIT ONLINE: Woher kommt Ihre Vorliebe für Männerfreundschaften wie die zwischen den beiden Officers Taylor und Zavala, die von Jake Gyllenhaal und Michael Peña gespielt werden?

Ayer: Das hat möglicherweise damit zu tun, dass ich ohne Vater aufgewachsen bin. Nach meiner Erfahrung vertrauen sich Männer hauptsächlich ihren besten Freunden an. Die meisten tun sich schwerer, sich auch gegenüber Frauen zu öffnen.