Wer am heutigen Freitag um 8 Uhr zum Frühstück die Tagesschau sehen wollte, wartete vergeblich. Die Zuschauer des Morgenmagazins wurden darauf hingewiesen, dass es die gewohnte Sendung ausnahmsweise nicht geben würde.

Wie der für die Tagesschau zuständige Norddeutsche Rundfunk (NDR) später mitteilte, gab es einen Arzteinsatz im Regieraum. Demnach war eine "für den Sendeablauf unverzichtbare Mitarbeiterin" kollabiert.

 Nach Angaben des Senders ist es nicht das erste Mal, dass eine Tagesschau ausfiel. Schon mehrfach seien Kurzausgaben nicht gesendet worden. Vor zehn Jahren etwa: Da hatten an einem Sonntagmorgen Bauarbeiter einen Verteiler für die öffentliche Stromversorgung in der Nähe des ARD-aktuell-Studios beschädigt. Mehrfach stand die Sendung kurz vor dem Ausfall, etwa durch die Sturmflut von 1962 oder während eines Warnstreiks der NDR-Techniker 1988.

Die Tagesschau ist die meistgesehene Nachrichtensendung im deutschen Fernsehen. Die Hauptausgabe um 20 Uhr schalten täglich bis zu zehn Millionen Menschen ein. 

Das Sendung lief erstmals am 26. Dezember 1952, einen Tag nach dem Programmstart des NWDR-Fernsehens. Fünf Tage zuvor hatte das DDR-Fernsehen die Erstausgabe des Tagesschau-Pendants Aktuelle Kamera gesendet.