Glückwunsch, Klaus Borowski! Zum zehnjährigen NDR-Dienstjubiläum darf Axel Milberg als Columbo unter den deutschen Ermittlern eine borderlinende Altenpflegerin des Irgendwie-dann-doch-Mordes überführen. Borowski und der Engel – ein Psychothriller an der, Kieler, wohl besser Killer Förde. Ist der Tod des jungen Pianisten das schicksalhafte Ergebnis einer perfide geplanten Ereigniskette? Oder nur Resultat eines Verkehrsunfalls, ausgelöst von einer schwarzen Katze? Die Mieze ist aus der Tasche, aber die Katze noch lange nicht aus dem Sack. Das Internet bebt.

Diesmal also ein Catort. Die Generation Internet fühlt sich verstanden und rätselt: Konnte die Altenpflegerin mit dem Dachschaden den Sachschaden im Blumenladen tatsächlich so minutiös planen? Ist das noch Zufall? Schon Mord? Oder nur ein abgekatertes Spiel? Borowski und seine Kollegin Sarah Brandt (Sibel Kekilli) müssen die psychologischen Abgründe der aufmerksamkeitsdefizitären Altenpflegerin Sabrina Dobisch (großartig: Lavinia Wilson) erforschen.

Aber: Undank ist der Welten Lohn. Sonst gäbe es kein Mordmotiv. Die chronisch unbeachtete Pflegerin möchte nämlich auf Prinzessin im Schloss von Sesamstraßen-Horst (Horst Jansen) umschulen. Ecce homo! Während sich die Kieler Lokalpresse auf die als Ersthelferin getarnte Mörderin stürzt, bewegen auf dem Second Screen die User ganz andere Fragen.