TV-Kritik im Sekundentakt: Oft sind die Kommentare auf dem sogenannten Second Screen viel unterhaltsamer als das, was auf dem Fernsehbildschirm zu sehen ist. Die Twittritik auf ZEIT ONLINE erklärt, was die Zuschauer wirklich beschäftigt.

Nach Schmunzel-Events und Köln-Indizierungen, nach Doppelfolge und Polizeiruf begab sich der Tatort wie zwei, drei Mal im Jahr wieder ins Unspektakuläre, ja Gewöhnliche, oft gar Biedere und, tja, meist eher Langweilige: Die tapfere Eva Mattes ermittelt als Klara Blum am Bodensee.

Genauer: in Konstanz. Pardon …

Aber eines muss doch mal gesagt werden:

Und damit es nicht gleich nach Provinz und Langeweile riecht, geht’s diesmal mit Erotik los, besser noch mit heißem Sex, ach was – mit Handschellen und Fesselspielen.

Aber was hier noch niemand ahnte: Während die Verhaftung wie üblich bloß ganz am Ende in einer Nebenrolle auftritt, spielt der Tod diesmal eine echte Hauptrolle. Und als Statist: das schauspielerische Niveau, das sich schon kurz nach dem Auftritt der ersten Leiche weit unter das des anschließenden Dschungelcamps begibt.

Und alle anderen am besten gleich mit. Der Drehbuchautor namens – kein Scherz oder ein ziemlich blöder – Leo P. Ard, kritzelt eine Clique Champagner saufender Provinzschnösel in schönster Degeto-Manier zum potenziellen Täterkreis und hat dafür sämtliche Dialoge aus dem Handbuch Krimi für Einsteiger, 376. Auflage, gesammelt.