TV-Kritik im Sekundentakt: Oft sind die Kommentare auf dem sogenannten Second Screen viel unterhaltsamer als das, was auf dem Fernsehbildschirm zu sehen ist. Die Twittritik auf ZEIT ONLINE erklärt, was die Zuschauer wirklich beschäftigt.

Och nö. Och, nicht schon wieder was Fieses mit Kindern. Schon wieder Missbrauch. Schon wieder dieser öde deutsche Krimipopulismus, der reihenweise Schutzbefohlene vergewaltigen lässt und damit zugleich jede Kriminalstatistik. 

Nach BKA-Erkenntnissen gehen Gewaltverbrechen gegen Minderjährige trotz radikal gestiegener medialer Aufmerksamkeit seit 20 Jahren zurück. Zuletzt machten sie 0,2 Prozent aller Delikte aus. Dennoch muss Kommissar Faber wie so viele Fernsehermittler gleich zu Beginn des Dortmunder Tatort eine junge Leiche begutachten.

Überhaupt werden auf allen Kanälen so viele Kinder misshandelt, da scheint es interessanter zu sein, dass es ein Seifenopernstar ins Hauptprogramm geschafft hat.

Allerdings bietet dieser abermals exzellente Faber-Fall auch abseits politischer Randdebatten und querbesetzter Darstellerlisten eine Menge Gesprächsstoff auf dem Second Screen. Nebensächlichkeiten wie die Kolorierung etwa:

Hauptsächlichkeiten wie strukturelle Abstinenzgründe:

Oder – Tendenz Tabubruch – Kommissarin Bönischs Liebesleben:

Viel los abseits des vierten Falls für Faber.