Der Start der neuen ARD-Vorabendshow Quizduell mit Jörg Pilawa ist missglückt. Hacker hätten weltweit allein 15.000 Server lahmgelegt, sagte Pilawa am Montagabend live im Fernsehen.

"Wenn die technischen Probleme nicht gelöst werden, dann ist das Experiment gescheitert", sagte Pilawa nach der Sendung, in der erstmals in der TV-Geschichte Zuschauer sich per Smartphone-App am Spiel beteiligen sollten.

Im Quizduell sollten Smartphone-Nutzer mit ihrer App live gegen vier Studiokandidaten spielen. 187.000 Mal sei die neue auf das Fernsehen zugeschnittene Quizduell-App runtergeladen worden, hatte Pilawa noch stolz zu Beginn der Sendung verkündet. Geplant war, die Sendung drei Wochen lang montags bis freitags zu senden. 

Spott im Internet

Angesichts der peinlichen Panne startete die Show mit Plan B: Anstelle des Teams Deutschland draußen an den Smartphones griff Pilawa auf das Studiopublikum zurück, das gegen die vier Kandidaten – ein Lehrerteam des Gymnasiums Tostedt vor den Toren Hamburgs – antrat. Am Ende gewannen die Saalzuschauer mit knappem Vorsprung. Die Prämie von 22.000 Euro wird unter ihnen verteilt.

Die größte Technik-Panne des Jahres im deutschen Fernsehen, die aus dem vermeintlich größten Experiment resultierte, wurde im Internet entsprechend kommentiert.     

Der 48-Jährige nahm es mit Humor und beglückwünschte den oder die Hacker. "Nur Pech: ihr könnt jetzt kein Geld mehr gewinnen." Pilawa lud den Täter in die Show ein, "wenn er einen Hintern in der Hose hat" und versprach "keine juristischen Konsequenzen".

Der Moderator verabschiedete sich mit den Worten: "Das war der Versuch, die App ins Fernsehen zu holen. Das ging komplett in die Hose. Das ist Technik."  

Frank Beckmann, Koordinator Vorabend und Programmdirektor Fernsehen beim NDR, sagte im Anschluss, die Ursachenforschung für die Panne laufe auf Hochtouren.