Die Deutsche Kinemathek hat 22 Stummfilme aus der Zeit des Ersten Weltkrieges für das Projekt European Filmgateway 1914 digitalisiert. Vier davon zeigen wir Ihnen online.

Der Kurzspielfilm The Airship Destroyer (Der Luftkrieg der Zukunft), eine britische Produktion aus dem Jahr 1909, ist einer davon. Er zeigt, wie eine Zeppelin-Flotte ein Land mit Bomben aus der Luft bedroht. Er kombiniert die Geschichte eines jungen Ingenieurs, der von seinem Vater verstoßen wird, mit Action-Szenen.

"Es gibt überhaupt keine Scheu vor Pappmaché", sagt Rainer Rother, Künstlerischer Direktor der Deutschen Kinemathek, über die Effekte im Film. "Der Trick muss nicht glaubwürdig sein."

In der Realität folgte der Luftkrieg, den der Film vorwegnimmt, erst auf das Attentat auf das österreichische Thronfolgerpaar in Sarajevo am 28. Juni 1914. Die französische Filmfirma Pathé, die damals Kinos mit sogenannten Aktualitäten belieferte, produzierte einem Film, der die Rückkehr der Särge mit den ermordeten Thronfolgern nach Triest festhielt. Der Film Zum Attentat gegen das österreichische Thronfolgerpaar ist ein französischer Vorläufer der Wochenschauen.

 Der dritte Film ist ein Propagandafilm. Im Verlauf des Krieges steckten alle am Krieg beteiligte Nationen Geld in die Produktion solcher Filme. Mit Der Heimat Schützengraben sollten die Deutschen 1916 zum Zeichnen von Kriegsanleihen bewegt werden. 

Auch der vierte Film ist ein deutscher Propagandafilm. Das Säugetier ist ein Animationsfilm, in dem der englische Kolonialismus kritisiert wird.