Die Dreiecksgeschichte Die geliebten Schwestern von Dominik Graf geht für Deutschland ins Rennen um die Oscars. Das teilte die Auslandsvertretung des deutschen Films, German Films, mit.

In dem Film geht es um zwei Schwestern (gespielt von Hannah Herzsprung und Henriette Confurius), die sich im Sommer 1788 in denselben Mann verlieben: den Schriftsteller Friedrich Schiller (Florian Stetter). Dominik Graf zeigt eine heitere Ménage à trois, die Kritiker begeistert hat, sowohl in den Feuilletons als auch auf der Berlinale.

Graf habe mit persönlicher Handschrift eine bewegende Liebesbeziehung einfühlsam inszeniert, begründete die Jury die Entscheidung. Der Regisseur Graf reagierte begeistert: "Großartig! Ich freue mich sehr! Schiller goes to Hollywood!" Die Produzentin Uschi Reich dankte der Jury: "Ich bin überglücklich, das der Film jetzt auf so einem tollen Weg ist."

Bei der diesjährigen Berlinale war Die geliebten Schwestern leer ausgegangen. Einige Kritiker hatten unter anderem die Länge von 139 Minuten bemängelt. Andere dagegen hatten euphorisch gelobt, Graf habe die prächtig ausgestattete Geschichte poetisch und kunstvoll in Szene gesetzt.

Der deutschen Jury standen 17 Filme zur Auswahl – darunter das Schwarz-Weiß-Drama Die andere Heimat von Edgar Reitz oder die Heimatfilm-Persiflage Im weißen Rössl.

Unter den neun Juroren waren die Regisseurin Sherry Hormann (3.096 Tage) und der Produzent Peter Herrmann (Exit Marrakech). Ihre Entscheidung ist nur die erste Hürde, auch andere Länder werden ihre Filme in dieser Kategorie einreichen. Letzten Endes werden nur fünf Filme für den besten nicht-englischsprachigen Film nominiert. Diese Entscheidung soll am 15. Januar 2015 feststehen. Der deutsche Beitrag für den diesjährigen Oscar-Wettbewerb, das DDR-Drama Zwei Leben, hatte die Nominierung nicht geschafft.

Am 22. Februar werden dann zum 87. Mal die Oscars verliehen, bei einer feierlichen Gala im Dolby Theatre in Hollywood.