Die Bremer Band Revolverheld hat mit deutlichem Vorsprung den zehnten Bundesvision Song Contest gewonnen. Die Gruppe um Sänger Johannes Strate überzeugte die Zuschauer mit ihrem Titel Lass uns gehen, der zum Aufbruch aus der Großstadt aufs Land aufruft. Damit ging der Sieg am Samstagabend in Göttingen an einen der Favoriten.

Mit 180 Punkten verwiesen Revolverheld die Band Jupiter Jones aus Rheinland-Pfalz (124 Punkte) und Sachsen-Anhalts Beitrag von Teesy (102) auf die Plätze.

Die vier Musiker von Revolverheld bekamen auch von den 3.500 Zuschauern in der Lokhalle Göttingen den meisten Applaus. Zu Beginn ihrer Show bewegten sie sich wie Marionetten an von der Decke hängenden Seilen. Dann befreiten sie sich und stürmten ins Publikum. Noch weitgehend unbekannt hatte die Band bereits 2006 für Bremen den zweiten Platz erreicht. 

Alle Künstler hatten sich vorab mit Gastgeber Stefan Raab zu Jam-Sessions getroffen, wobei teilweise Originelles zustande kam – etwa wenn Andreas Bourani R. Kellys I believe I can fly auf Bayerisch singt oder Miss Platnum Marlene Dietrichs Ich hab noch einen Koffer in Berlin interpretiert.

Raab hatte den Bundesvision Song Contest vor zehn Jahren erfunden, als es noch so aussah, als könnte Deutschland beim Eurovision Song Contest nie gewinnen. ESC-Gewinnerin Lena, die aus Raabs Show kam, hat diese Annahme widerlegt. Der Bundesvison Song Contest ist eine Plattform für deutschsprachige Musik, auf der neben etablierten Künstlern auch junge Talente an den Start gehen.