Warum 90 Minuten warten, wenn man den Bösen schon nach dem Vorspann identifizieren kann: Spielt da wirklich dieser Typ mit?, fragten sich zahlreiche Twitter-User während des Bodensee-Tatorts am Sonntagabend:

Ja, das tat er tatsächlich, aber es war nicht der Roland Koch. Sondern der. Einen Vorteil hatte der zügige Abschluss der Suche nach dem Bösen allerdings: Der Täterermittlung mussten sich in der Folgezeit nur noch einige widmen.

Die anderen regten sich auf. Zu gleichen Teilen über Drehbuch und Schauspieler – was ihnen nicht zu verdenken ist angesichts des zugleich unnötig simplen und unnötig komplizierten Krimi-Fast-Foods, der jedem Küchenpsychologen die Schamesröte ins Gesicht treiben musste.

Kurz zusammengefasst, worum es – mehr oder weniger – ging: Nebel, Wald, Wasser, zwei Tote, einen Schweizer Kommissar unter Verdacht – insgesamt, wie gesagt, kompliziert. Aber in erster Linie ging es um die Entführung einer jungen Frau, die ihren Vater hasst, der wiederum eines dieser typischen reichen Villenbewohner-Schweine ist, die man eigentlich nur aus dem Tatort kennt. Die Schauspielerin Eva Mattes in der Hauptrolle als Ermittlerin Klara Blum bekam auch ihr Fett weg: