Das polnische Schwarz-Weiß-Drama Ida des Regisseurs Pawel Pawlikowski ist in Riga als bester europäischer Film des Jahres ausgezeichnet worden. Der Film erzählt von einem jungen Mädchen, das kurz vor seinem Eintritt in ein Kloster erfährt, dass es eigentlich Jüdin ist. Der Pole Pawel Pawlikowski ist für seine Arbeit an Ida zum besten europäischen Regisseur gekürt worden.

Der deutsche Regisseur Marc Bauder ist für seine Banker-Doku Master of the Universe mit dem Europäischen Filmpreis in der Kategorie bester Dokumentarfilm ausgezeichnet worden. Der gebürtige Stuttgarter lässt in seiner spannenden Dokumentation einen ehemaligen Frankfurter Banker zu Wort kommen, der von den Abläufen und Machenschaften in der Branche erzählt.

Die Französin Marion Cotillard wurde in Abwesenheit als beste europäische Schauspielerin geehrt. Cotillard erhielt den Preis der Europäischen Filmakademie für ihre Rolle in dem Sozialdrama Zwei Tage, eine Nacht. Der Film wurde von den Brüdern Jean-Pierre und Luc Dardenne gedreht.

Die Französin Agnès Varda wurde für ihr Lebenswerk ausgezeichnet

Bester europäischer Schauspieler wurde der Brite Timothy Spall. Er wurde insbesondere für die Titelrolle in der Maler-Biografie Mr. Turner - Meister des Lichts ausgezeichnet. Spall konkurrierte in der Kategorie bester Schauspieler unter anderem mit Stellan Skarsgard und Brendan Gleeson.

Die französische Filmemacherin Agnès Varda ist für ihr Lebenswerk mit dem Europäischen Filmpreis ausgezeichnet worden. Die 86-jährige Regisseurin und Autorin wurde als Schlüsselfigur der französischen und europäischen Filmlandschaft geehrt. Varda drehte mehr als 30 Kurz-, Dokumentar- und Spielfilme, darunter Cleo - Mittwoch zwischen 5 und 7, Die Zeit mit Julien und Vogelfrei.

Der Europäische Filmpreis gilt als europäischer Oscar und wird jährlich von der Europäischen Filmakademie verliehen. Im letzten Jahr gewann das italienische Gesellschaftsdrama La Grande Bellezza – Die große Schönheit von Paolo Sorrentino in der Königskategorie bester Film.