Der langjährige Musikantenstadl-Moderator Karl Moik ist gestorben. Das berichten die Bild-Zeitung und die österreichische Kronen Zeitung übereinstimmend. Moik ist demnach in einer Klinik in Salzburg gestorben, wo er sich seit mehreren Wochen wegen eines Nierenleidens behandeln ließ.

Moik erfand 1980 für den ORF die Volksmusiksendung Musikantenstadl. Dort wurde sie 1981 erstmals ausgestrahlt. In Deutschland hatte das Format 1983 Premiere. Millionen Deutsche verfolgten Samstagabends die Co-Produktion von ORF, ARD und dem Schweizer Sender DRS.

Geboren wurde Moik 1938 im österreichischen Linz. Er ließ sich zum Werkzeugmacher ausbilden und arbeitete anschließend als Vertreter von Öfen, Kopiergeräten und Fernsehantennen. Mit dem Jazz-Trio Jolly Austrians tourte er durch Europa. Der ORF stellte ihn in den 1970er Jahren als Rundfunkmoderator an.

Auch den Musikantenstadl moderierte Moik. Er präsentierte neben Volksmusik auch populäre Stücke sowie Operettenmelodien. Die Sänger traten dabei immer mit Playback auf. 2,3 Milliarden Menschen sahen Moiks Sendungen bis der Moderator 2005 abtrat. ARD und ORF hatten sich entschlossen, die Zusammenarbeit zu beenden.

"Wenn ich meine Karriere Revue passieren lasse, waren 90 bis 95 Prozent eine traumhafte Zeit", sagte Moik 2013 anlässlich seines 75. Geburtstags. Im Frühjahr 2014 hatte er einen Herzinfarkt erlitten. Moik war nach dem Rosenmontagsumzug in einem Kölner Hotel kollabiert. Anschließend ließ sich der Fernsehmoderator in einer Reha-Klinik in Österreich behandeln.