In einer Welt, die kompliziert geworden ist, sind die Spezialeinsatzkommandos der westlichen Armeen oft die letzte Rettung, Black Ops, die im Kampf gegen den Terror schnell und unbürokratisch agieren können, ohne Rücksicht auf die Regeln diplomatischer Beziehungen. Von diesen sogenannten Special Forces, so der Originaltitel des Spielfilmdebüts von Stéphane Rybojad, hält die französische Journalistin Elsa (Diane Kruger) nicht viel. Doch nun hat sie sich fahrlässig in eine Lage gebracht, in der ihr Leben von diesen hart anpackenden Männern abhängt.

Sie hat einen flammenden Artikel gegen die Unterdrückung der afghanischen Frauen geschrieben, basierend auf den Informationen einer Frau, die als junges Mädchen an den Taliban-Führer Ahmed Zaief (Raz Degan) verhökert wurde. Beim törichten Versuch, diese Frau vor der Rache dieses "Schlächters von Kabul" zu retten, gerät Elsa selbst in Gefangenschaft und wird in einer pakistanischen Wüstenfestung verhört.

Sie hätte es natürlich besser wissen müssen, aber manchmal entzieht sich das moralisch Richtige eben der Vernunft, möchte man dem immer wieder arg grob zusammengezimmerten Drehbuch an diesem Punkt noch zugutehalten. Im Idealfall würde sich das Spezialkommando schnell und heimlich mit Fallschirmen abseilen, die französische Geisel freischießen und von einem bereitstehenden Hubschrauber aus dem Feindesland pflücken lassen, aber es kommt natürlich anders.

Während des Einsatzes gehen im Schusswechsel beide Funkgeräte verloren, das Team hat keinen Kontakt zum Hubschrauber und ist gezwungen, über das Bergmassiv des Hindukusch zu fliehen, die wild um sich schießenden Taliban-Kämpfer hinter sich und die unwirtliche, eisige Landschaft vor sich.

So nimmt die holprig vorhersehbare Dynamik eines Kriegsactionfilms nach amerikanischem Cowboy-und-Indianer-Muster ihren Lauf. Sechs französische Soldaten lassen ganze Heerscharen ziemlich kopflos aussehender afghanischer Kämpfer nur so durch die Landschaft purzeln, während sie selbst sukzessive dezimiert werden.

Im vergangenen Jahr wurde die deutsche Regisseurin Feo Aladag mit Zwischen Welten zur Berlinale eingeladen, einem Film über die Arbeit der deutschen ISAF-Soldaten in Afghanistan. Sie wollte herausfinden, wie der Alltag der Bundeswehrsoldaten in der Fremde wirklich aussieht. Ihre fiktive Geschichte einer schwierigen Annäherung zwischen dem Bundeswehrhauptmann Jesper (Ronald Zehrfeld) und seinem afghanischen Übersetzer Tarik (Mohsin Ahmady) drehte sie mit feinem Gespür für die fremde Kultur und viel dokumentarischer Authentizität vor Ort.