In jedem Tatort gibt es diese Geschichte: Kommissare ermitteln, Verbrecher begehen Verbrechen, Unbeteiligte kümmern sich um ihre eigenen Angelegenheiten. Manchmal stoßen die Polizisten an ethische Grenzen, manchmal steht der Kriminelle zufällig auf der falschen Seite des Gesetzes. Und manchmal fällt Polizisten und Verbrechern auf, dass sie ohne einander einfach nicht leben könnten.

In jedem Tatort gibt es aber auch eine Geschichte hinter der Geschichte. Sie wird erzählt von den Einzelheiten, die man meistens übersieht, den Nebensachen, die für die Auflösung des Falls keine nennenswerte Rolle spielen, ohne die ein Tatort aber natürlich nicht auskommt. Einrichtungsgegenstände, Kleidungsstücke, Kunstwerke an der Wand. Selbst wenn das Publikum sich später kaum an sie erinnern kann, sind es diese Details, die dem jeweiligen Tatort seinen Charakter und seine Farbe verleihen. Eben diese Tatort-Objekte wollen wir in einem spielerischen Format vorstellen: der Kartengeschichte Kriminelle Elemente

Im Münchner Tatort: Die letzte Wiesn wird das Oktoberfest vergiftet. Jede Nacht landen mehrere Gäste beim Notarzt, weil ihnen jemand das ehemalige Narkosemittel und die heutige Partydroge GHB ins Bier gekippt hat, immer im selben Zelt. Um den guten Ruf der Wiesn nicht zu gefährden, kommt aus dem Innenministerium die Anweisung, das Zelt trotzdem nicht zu schließen. Die Kommissare Leitmayr und Batic müssen den Täter also bei laufendem Betrieb finden. Schon bei den ersten Befragungen stellt sich heraus, dass sie in ein Wespennest gestochen haben: Im Umfeld des Festzelts gibt es eigentlich niemanden, der kein Motiv hätte.

Das Oktoberfest hat nicht nur Fans. Für viele Münchner ist die letzte Septemberwoche die härteste Zeit des Jahres: Polizisten, Ärzte, Straßenreiniger, Gastronomen, U-Bahn-Fahrer arbeiten am Anschlag, Anwohner schlafen kaum. Mit diesen Leuten beschäftigte sich der Münchner Tatort. Und entwickelte dafür eine ganz eigene Bildsprache, wie unsere Kartengeschichte zeigt. 

Kriminelle Elemente

Kriminelle Elemente

Die Bilddramaturgie des "Tatorts" München

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"Tatort: Die letzte Wiesn"

Auf dem Oktoberfest ist ein Giftmischer unterwegs. Jede Nacht landen Gäste beim Notarzt. Der Münchner "Tatort" wollte die gute und die schlechte Wiesn zeigen. Das ist gelungen. Vor allem wegen der konsequenten Bildsprache.

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@ Screenshot Bayrischer Rundfunk
So sieht sich das Oktoberfest selbst

So sieht sich das Oktoberfest selbst

Fröhliche Menschen feiern friedlich, dass sie so jung nicht mehr zusammenkommen.

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Das freundliche Gesicht des Oktoberfestes zeigte der "Tatort" durchweg in verschwommenen, übersteuerten Bildern. So wie die Gäste aus aller Welt das Volksfest in Erinnerung behalten werden.

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