In jedem Tatort gibt es eine Geschichte hinter der Geschichte. Sie wird erzählt von den Einzelheiten, die man meistens übersieht: Einrichtungsgegenstände, Kleidungsstücke, Kunstwerke an der Wand. Selbst wenn das Publikum sich später kaum an sie erinnern kann, sind es diese Details, die dem jeweiligen Film seinen Charakter und seine Farbe verleihen. Diese Objekte stellen wir in unserer Kartengeschichte Kriminelle Elemente vor. Im Tatort: Mir san jetz da wos weh tut haben die Münchner Kommissare Batic und Leitmayr wenig Freude an ihrem 25-jährigen Dienstjubiläum. Im Mordfall um eine rumänische Prostituierte machen sie viele Fehler. Dabei wäre die Mörderjagd so einfach, wenn man auf die Farblehre vertraut: Alle Bösen trugen Weiß.

Kriminelle Elemente

Kriminelle Elemente

Der Münchner "Tatort: Mia san jetz da wo's weh tut" ganz in Weiß

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Weiß ist normalerweise die Farbe der Unschuld. Im Münchner "Tatort: Mia san jetz da wo's weh tut" ist es die Farbe der Schuld.

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© Screenshot BR
Zum Beispiel der Bordellchef Harry Schneider:

Zum Beispiel der Bordellchef Harry Schneider:

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Er präsentiert sich als fairer Unternehmer im weißen Seidenhemd. Doch dieser "Tatort" bewegt sich in der Tradition von Krzysztof Kieślowskis "Drei Farben: Weiß". Das Thema ist Gleichheit – oder vielmehr – Ungleichheit.

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