In den 1970er und 1980er Jahren zählte Gene Wilder zu Hollywoods bekanntesten Komikern. Mit Komödien wie Frankenstein Junior, Is' was, Sheriff? und Die Glücksjäger brachte er Millionen Zuschauer zum Lachen. Auch in Woody Allens Was Sie schon immer über Sex wissen wollten war er zu sehen. Jetzt ist er nach Angaben seiner Familie in seinem Haus in Stamford an Komplikationen einer Alzheimer-Erkrankung gestorben. Er wurde 83 Jahre alt.

Der Komödiant mit den lockigen Haaren spielte oft durchgeknallte Typen, etwa in Mel Brooks Frankenstein Junior. In Der wilde wilde Westen gab Wilder einen versoffenen Sheriff und in Charlie und die Schokoladenfabrik  eroberte er ab 1971 die Herzen der Kinder der Welt. Regisseur Brooks, der häufig mit Wilder zusammenarbeitete, würdigte seinen Kollegen und Freund als ein "wahrhaft großartiges Talent unserer Zeit". Er habe alle ihre gemeinsamen Filme mit seiner "Magie" gesegnet, schrieb Brooks auf Twitter.Er  hatte Wilder 1968 in der Musical-Satire Frühling für Hitler die Rolle des neurotischen Buchhalters Leo Bloom gegeben, für die Wilder eine Oscar-Nominierung als bester Nebendarsteller bekam.

In den 1980er Jahren hatte sich Wilder aus Hollywood in den Ostküstenstaat Connecticut zurückgezogen, wo er zuletzt mit seiner vierten Ehefrau lebte. Der 1933 im US-Staat Wisconsin geborene Sohn russischer Einwanderer debütierte auf der Leinwand in dem Gangsterdrama Bonnie und Clyde (1967) in der kleinen Rolle eines schüchternen Leichenbestatters. In New York hatte er an der berühmten Theaterschule von Lee Strasberg sein Handwerk gelernt.