Die Film-Diva Zsa Zsa Gabor ist kurz vor ihrem hundertsten Geburtstag an den Folgen eines Herzinfarkts gestorben. Das teilte ihr deutscher Ehemann Frédéric von Anhalt in Los Angeles mit. "Sie starb nicht alleine, alle waren hier", berichtete er. In den letzten Jahren war Gabor schwer krank gewesen. Nach einem Autounfall 2002 und einem Schlaganfall 2005 war sie auf einen Rollstuhl angewiesen.

Gabor war über Jahre hinweg eine der berühmtesten Hollywood-Diven. In der Nachkriegszeit wurde die Budapesterin in den USA als Schauspielerin bekannt. Später sorgte sie vor allem durch ihre insgesamt neun Ehen mit schwerreichen Männern für Schlagzeilen. Mit unzähligen Affären, ungeniertem Protz und schnodderigem Humor gelang es ihr, aus ihrem Namen eine Mark zu machen – und damit eine neue Art der Berühmtheit zu etablieren.

Sie wirkte in vielen Hollywoodfilmen mit, etwa in den Kassenschlagern Moulin Rouge und Lili. Doch vor allem abseits der Leinwand setzte Gabor sich gekonnt in Szene: Ihr Leben war Dauerthema in Klatschblättern, sie zählte zu den Größen der High Society in Hollywood. Die letzten 30 Jahre war Gabor mit dem aus Deutschland stammenden Adoptivprinzen Frédéric von Anhalt verheiratet. Es war die mit Abstand längste ihrer acht Ehen. 

Gabor wurde Anfang 1917 in Budapest geboren, das damals noch zur österreichisch-ungarischen Doppelmonarchie zählte. 1936 errang sie den Titel der Miss Ungarn. Ihren ungarischen Akzent behielt sie auch nach der Übersiedlung in die USA bei, er wurde ihr oft parodiertes Markenzeichen.