Die Schauspielerin und #MeToo-Aktivistin Asia Argento hat sich gegen Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs gewehrt. Ein entsprechender Bericht der New York Times sei falsch, sagte Argento laut der italienischen Nachrichtenagentur Ansa. Darin wird ihr vorgeworfen, ihren jüngeren Schauspielkollegen Jimmy Bennett missbraucht und ihm später Geld gezahlt haben soll, um eine Klage zu vermeiden.

"Ich dementiere und weise den Inhalt des von der New York Times veröffentlichten Artikels zurück, der in den internationalen Medien zirkuliert", sagte Argento. Sie sei "zutiefst schockiert" über die "absolut falschen" Nachrichten und sprach von "Verfolgung". Sie habe nie irgendeine Form einer sexuellen Beziehung mit Bennett gehabt.

Die New York Times hatte berichtet, Argento habe in Kalifornien Sex mit Bennett gehabt, als er 17 und sie 37 Jahre alt war. Sex mit Unter-18-Jährigen ist in dem US-Bundesstaat strafbar. Bennett habe Jahre später 3,5 Millionen Dollar von Argento gefordert, im Frühjahr hätten sie sich auf 380.000 Dollar (rund 330.000 Euro) geeinigt.

Argento sagte, sie sei Bennett "über mehrere Jahre ausschließlich freundschaftlich verbunden" gewesen. Diese Freundschaft sei zu Ende gegangen, als Bennett "eine maßlose Geldforderung" an sie gestellt habe, nachdem sie selbst dem einstigen Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein Vergewaltigung vorgeworfen hatte.

Ihr Lebensgefährte – der inzwischen verstorbene Fernsehkoch Anthony Bourdain – habe sich Sorgen um einen möglichen Rufschaden gemacht, den Bennett verursachen könnte, sagte Argento. Daher habe das Paar entschieden, "mitfühlend auf Bennetts Forderung nach Hilfe zu reagieren und ihm Hilfe zu geben".

Unter dem Hashtag #MeToo haben zahlreiche Frauen im Internet von sexuellen Übergriffen gegen sie berichtet.