Mit zehn Nominierungen ist das Drama Gundermann von Regisseur Andreas Dresen der Favorit für den Deutschen Filmpreis. Das Werk über den DDR-Liedermacher Gerhard Gundermann (1955-1998) ist unter anderem als bester Spielfilm, für die beste Regie und das beste Drehbuch nominiert für die Auszeichnung, die am 3. Mai in Berlin vergeben wird.

Als bester Spielfilm ist auch das Roadmovie 25 km/h mit Lars Eidinger und Bjarne Mädel im Rennen, ebenso wie Der Junge muss an die frische Luft über die Kindheit und Jugend von Hape Kerkeling. Dieser ist ebenso wie Fatih Akins Serienmörderporträt Der Goldene Handschuh in fünf Kategorien nominiert. Das Drama Styx über eine Seglerin, die auf dem Meer auf ein Flüchtlingsboot trifft, kommt auf sechs Nominierungen.

Um die beste männliche Hauptrolle konkurrieren neben Alexander Scheer als Gundermann auch Rainer Bock in Atlas und Jonas Dassler in Fatih Akins Der Goldene Handschuh. Als beste weibliche Hauptdarstellerin wurden Luise Heyer (Das schönste Paar), Aenne Schwarz (Alles ist gut) und Susanne Wolff (Styx) nominiert.

Die Nominierungen für den Filmpreis gab die Deutsche Filmakademie bekannt. Vorgestellt wurden sie von Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) und dem neuen Präsidenten der Filmakademie, Ulrich Matthes. Die etwa 2.000 Mitglieder der Filmakademie stimmen nun darüber ab, wer die auch als Lolas bekannten Filmpreise schlussendlich überreicht bekommt.

Der Deutsche Filmpreis gilt als wichtigste nationale Auszeichnung für die Filmbranche und ist mit insgesamt knapp drei Millionen Euro dotiert. Verliehen wird der Preis in insgesamt 18 Kategorien.