Die achte und letzte Staffel von Game of Thrones ist der große Favorit bei der diesjährigen Emmy-Verleihung. Der Schluss hat zwar viele Fans enttäuscht, beim wichtigsten Fernsehpreis der Welt stellte die Fantasyserie aber mit 32 Nominierungen am Dienstag in Los Angeles einen Rekord auf. Sie übertraf mit ihrer Abschlussstaffel den bisherigen Allzeitrekord der Polizeiserie NYPD Blue, die 1994 27-mal für die US-Fernsehpreise nominiert worden war.

Schon vor der letzten Staffel, die im Mai endete, erhielt die Serie die meisten Auszeichnungen in der 70-jährigen Geschichte der Emmys – 47 waren es bis dahin. In der Hauptkategorie Beste Dramaserie können aber außerdem unter anderem Bodyguard, Pose und This is Us gewinnen.

"Die wunderbare Mrs. Maisel" kommt auf 20 Nominierungen

In den Comedykategorien kommt die Fünfzigerjahre-Amazon-Serie Die wunderbare Mrs. Maisel auf 20 Nominierungen, darunter die für die beste Hauptdarstellerin. Auch im Vorjahr wurde Rachel Brosnahan damit ausgezeichnet. 

Konkurrenz für die Preise als beste Comedyserie und für die beste Hauptdarstellerin ist die Politsatire Veep mit Julia Louis-Dreyfus als fiktive Präsidentin Selina Mayer in ihrer letzten Staffel. Bei den Miniserien gilt Chernobyl mit 19 Nominierungen als Favorit.

Auffällig ist auch der Siegeszug relativ neuer Anbieter: Mit 137 Nominierungen führt zwar der US-Kabelanbieter HBO die Liste an, aber die Streamingdienste Netflix mit 117 Nominierungen und Prime Video von Amazon mit 47 Nominierungen werden seit einigen Jahren immer wichtiger. Der Traditionssender NBC liegt mit 58 vorgeschlagenen Auszeichnungen auf Rang drei.

Die Emmys werden in rund 120 Kategorien von etwa 24.000 Mitgliedern der Television Academy vergeben. Die Preise in den wichtigsten Kategorien werden am 22. September im Microsoft Theater in Los Angeles bekannt gegeben. In den USA überträgt Fox, in Deutschland TNT Serie. In der Woche zuvor werden bereits viele Auszeichnungen in Nebenkategorien vergeben.