Die besten TV-Serien im August – Seite 1

Verlieren Sie langsam den Durchblick zwischen all den horizontalen und vertikalen Serien auf Netflix, Amazon, Sky und im Free-TV? Oder sind Sie einfach nur auf der Suche nach gutem Fernsehen, wollen womöglich sogar gepflegtes Binge-Watching betreiben? In unserer Serienkolumne besprechen wir die interessantesten Neustarts des Monats.

"The Boys"

Superhelden, heißt es, sind Einzelkämpfer. Tendenziell wertkonservative Weltenretter, die maximal einen Hänfling wie den Batman-Handlanger Robin neben der eigenen Egostrahlkraft dulden können. Das stimmt natürlich schon lange nicht mehr. Spätestens seit den Avengers herrscht unter Superheldinnen und -helden ein neuer Wille zur Dachverbandsgründung. Mehrere Exemplare tun sich zusammen zu einer Supergroup des Superheldentums und kämpfen mit gebündelten Kräften gegen allerlei Bösewichte, Naturkatastrophen und Nuklearwaffen. Die Fernsehserie The Boys verknüpft dieses Prinzip mit einer ganz neuen Frage: Was, wenn der Dachverband der Superhelden ebenso korrupt und profitorientiert geführt würde wie zum Beispiel die Fifa?

In der Comicadaption von Eric Kripke, Evan Goldberg und Hollywoods liebenswürdigstem Kiffer Seth Rogen (letztere beide haben bereits an der Vampirserie Preacher mitgeschrieben) kümmert sich ein Unternehmen namens Vought um die Einsatzgebiete von zwei Superheldinnen und fünf Superhelden. Diese Hochbegabten sorgen nicht nur mit praktischen Fähigkeiten wie Unsichtbarkeit, Laserblick und Unterwasseratmung für Recht und Ordnung in einem Amerika der nahen Zukunft. Sie werden auch vermarktet wie Influencer und Popstars – und legen das entsprechende Klischeeverhalten zwischen Überheblichkeit, Dauergeilheit und Rauschgiftgenuss an den Tag.

Als wahres Heldenteam von The Boys bringt sich derweil eine bunte Verlierertruppe in Position, die das werbewirksam aufpolierte Gebären der Superhelden durchschaut und den Vought-Konzern zu Fall bringen will. Der IT-Freak Hughie (Jack Quaid, Sohn von Dennis Quaid und Meg Ryan) verliert in der ersten Folge seine Freundin bei einem Unfall mit Superheldenbeteiligung und tut sich daraufhin mit dem CIA-Freelancer Billy (Karl Urban) und dessen Waffen- und vielleicht auch Drogendealer Frenchie (Tomer Capon) zusammen. Abgesehen von der Fähigkeit, einen WLAN-Router korrekt einzurichten, bringen diese Männer zwar keine besonderen Fähigkeiten mit. Was ihnen an Superkraft fehlt, machen sie jedoch durch besonderen Größenwahn wieder wett.

The Boys erzählt diese relativ geradlinige Geschichte mit streckenweise aufreizender Spielverzögerung. Für eine Actionserie schlägt die Show ein eher gemächliches Tempo an. Der Wirkung ihrer strategisch platzierten Splattermomente kommt das jedoch zugute: Allein in den ersten drei Folgen gibt es drei Todesszenen, die The Boys mit der Freude jenes Nerdprojekts auskostet, das die Serie trotz all ihrer Blockbusteranwandlungen wirklich ist.
(Daniel Gerhardt)

Die acht Folgen von "The Boys" laufen auf Amazon Prime.

Abschied von den Frauen in Litchfield: "Orange Is the New Black"

"Orange Is the New Black"

Orange Is the New Black, eines der ersten Streamingphänomene überhaupt, war immer schon eine einzigartige Serie. Die Schöpferin Jenji Kohan zeigte Frauen in all ihrer Pracht: alt, jung, schwarz, braun, weiß, schwul, hetero, dick, dünn, schamlos, tödlich und auch geisteskrank. Schöngeredet wurde hier nie etwas. Im Gegenteil. Die Gefängnisserie setzte sich mit scharfem Sinn für Humor mit Frauen als Opfer und Täterinnen auseinander, prangerte Diskriminierung aufgrund von Hautfarbe und sozialem Status an und zeigte, wie bitter es um das Justizsystem in den USA bestellt ist. Auch in der siebten und letzten Staffel hält sie der amerikanischen Gesellschaft wieder den Spiegel vor.

Die Stärke von Orange Is the New Black lag immer darin, dort Tragikomik zu finden, wo schon lange niemand mehr etwas zu lachen hat. Die Heldin der ersten Staffeln, die blonde Upperclass-Brooklynerin Piper, ist inzwischen frei, kann das Gefängnis aber nicht wirklich hinter sich lassen, auch weil ihre Ehefrau Alex (Laura Prepon) noch im Knast ist. Zur neuen Hauptprotagonistin avanciert Taystee (Danielle Brooks), die zu Unrecht wegen Mordes an einem Wachmann verurteilt worden ist und daran zu zerbrechen droht.

Interessant und vor allem höchst aktuell ist diese letzte Staffel aber vor allem, weil ein Großteil der Handlung diesmal in einem Internierungslager stattfindet. Dort sitzen Frauen ohne Papiere aus dem Nahen Osten und Mittelamerika fest und werden von Bewachern belästigt, nur um später wieder abgeschoben zu werden. Es ist ein bittersüßer Abschied; aber zu wissen, dass Orange die Fernsehlandschaft für immer zum Besseren verändert hat, macht ihn nicht ganz so schwer.
(Marietta Steinhart)

Die 13 Folgen der 7. Staffel von "Orange Is the New Black" sind auf Netflix abrufbar.

Wird immer besser: "Better Things"

"Better Things"

Pamela Adlon ist die Rettung. Das gilt vor allem in ihrer autobiografisch geprägten Fernsehserie Better Things. Als Schauspielerin, alleinerziehende Mutter von drei Töchtern und allgemeine Überlebenskünstlerin bewegte sich Adlons Alter Ego Sam Fox über die Schlachtfelder des spätpubertären Miteinanders. Ob sie an Filmsets oder in Elterngesprächen explodiert, in Drogerieplünderungen hineingerät oder harte Wahrheiten auf der Sitzbank eines Pick-up-Trucks ausspricht – stets findet Adlon beziehungsweise Sam das richtige Maß zwischen Nervenstärke, Sarkasmus und heilsamer Resignation. 

Die dritte Staffel der FX-Show beweist nun, dass Pamela Adlon nicht nur die Rettung in Better Things, sondern vor allem für Better Things ist. Als neuerdings weitgehend alleinverantwortliche Autorin, Produzentin und Regisseurin der Serie (der Mitautor Louis C.K. ist raus) erweitert sie den Alltag ihrer Protagonistinnen um klassische Elemente aus Seifenoper und Sitcom. Die einsetzende Verkalkung von Sams Mutter Phyllis (Celia Imrie) lässt sich nicht länger als Exzentrik abtun. Das College-Abenteuer der ältesten Tochter Max (Mikey Madison) endet schon vor den Spring-Break-Ferien. Die Betrogenen und Sitzengelassenen kreuzen mit neuem Anhang und Konfliktpotenzial auf.

Meistens sind solche Entwicklungen klassische Handlungsbeschleuniger. Die neuen Folgen von Better Things zeigen stattdessen, wie der Serienalltag um diese Beschleuniger herum einfach weitergeht. Adlon interessiert sich nicht für vermeintliche Großereignisse und deren ebenfalls vermeintliche Symbolträchtigkeit. Wenn Sams Kinder eine Party schmeißen, kommt die Party gar nicht vor – weil schon die Vorverhandlungen und Nachbesprechungen zwischen Mutter und Töchtern alles erzählen, was es über die Feier zu wissen gibt. Das wahre Leben funktioniert so, will Adlon vielleicht sagen. Auf wahre Komik trifft es in jedem Fall zu.
(Daniel Gerhardt)

Die dritte Staffel von "Better Things" läuft auf MagentaTV, dem Streamingportal der Deutschen Telekom.

Was sonst noch läuft: "City on a Hill"

"City on a Hill"

Auf den ersten Blick sieht die zehnteilige Krimiserie City on a Hill aus wie die Fanfiction eines Boston-Liebhabers, der zugleich David Simons Meisterwerk The Wire huldigt. Das bestätigt sich auf den zweiten Blick, denn der Showrunner Tom Fontana schuf bereits Homicide, eine Polizeiserie, die auf einem Buch von Simon basierte. Zu den Produzenten gehören auch Ben Affleck und sein Freund Matt Damon, die wie keine anderen in Hollywood die Bostoner Mythologie kultivieren.

Boston ist die titelgebende "Stadt auf einem Hügel" dieser Showtime-Serie. In den Neunzigerjahren versucht dort der neue schwarze Bezirksstaatsanwalt Decourcey Ward (Aldis Hodge), die weißen Machtstrukturen aufzumischen. Dazu benötigt er die Hilfe von Jackie Rohr (Kevin Bacon), einem rassistischen FBI-Agenten, der hinter einer mörderischen Bande von Räubern her ist.

City on a Hill beginnt in den ersten fünf Folgen als Geschichte von Kriminalität, Rassenpolitik sowie Polizeikorruption und verschmilzt zu einem Gesellschaftsdrama, das so aussieht wie die beliebten Serien aus eben diesen Neunzigerjahren. Aus heutiger Sicht kommt das Drama um einen alten, weißen Fanatiker und den selbstgerechten, schwarzen Gerechtigkeitskämpfer allerdings recht antiquiert daher. Trotz der hochkarätigen Besetzung wirken die Charaktere sehr stereotyp. Wer sich aber gerne in der Geschichte zurückspulen lassen und rassistische Cops, irisch-katholische Schlägertypen und zigarettenrauchumnebelte Frauen anschauen möchte, wird sich hier wiederfinden.
(Marietta Steinhart)

Die zwölf Episoden von "City on a Hill" sind ab 5. August immer montags um 20.15 Uhr in Doppelfolgen auf Sky Atlantic und auf Abruf mit Sky Ticket zu sehen.

Astronauten und Influencer: "Another Life"

"Another Life"

Netflix scheint einen Großteil seiner Produktionsmillionen für die dritte Staffel von Stranger Things verpulvert zu haben. Die Weltraumserie Another Life von Aaron Martin sieht im Gegenzug dazu nämlich so aus, als habe eine Handvoll Filmstudenten mit viel Pappmaschee und gutem Willen ein Allabenteuer gebastelt. Das sogenannte Artefakt, ein Raumschiff, das am Anfang der Serie auf die Erde fällt, ist ein regenbogenschillernder Glitzerbrocken, der so billig wirkt, dass man ihn fast schon wieder niedlich finden kann. Während ein Team von Wissenschaftlern versucht, den Aliens, die in dem Ding vermutet werden, Reaktionen zu entlocken, indem es ihnen Taubengurren oder Mozarts Kleine Nachtmusik vorspielt (kleiner Spoiler: Mozart works!), wird auf der anderen Seite eine Raummission losgeschickt, die ihrerseits nun den Aliens einen Besuch abstatten soll. Nur mal reden, lautet der Auftrag, vielleicht sind die ja ganz nett.

Man sieht schon, die Storyline von Another Life ist einigermaßen schlicht. Charme besitzt die Geschichte insofern, als sie Rollenmodelle auf den Kopf stellt: Die Mutter Niko (Katee Sackhoff) begibt sich staatstragend auf den Einsatz im All ("Vielleicht kann ich euch alle retten"), während der Wissenschaftlerdad Erik (Justin Chatwin) mit der kleinen Tochter zurückbleibt und versucht, das Artefakt zum Reden zu bringen. Katee Sackhoff, die es als Captain Starbuck in der Serie Battlestar Galactica von 2004 bis 2009 zu einiger Berühmtheit gebracht hat, muss sich auch hier mit den üblichen Meutereien, technischen Defekten und eingeschleppten Weltraumseuchen abmühen. Vor allem aber mit ihrer renitenten Besatzung, die weitgehend aus verwöhnten und sich selbst überschätzenden Millennials besteht. Eine schön trashige Figur gibt zudem Selma Blair als Überinfluencerin Harper Glass ab ("Guten Morgen, meine 250 Millionen Follower!"), die sich in die Alienforschung hineindrängt.

Der Kampf, den Another Life über zehn Episoden führt, ist weniger einer zwischen Aliens und Erdbewohnern als zwischen den Genres Scifi, Action und Komödie. Am besten ist die Serie, wenn sie sich und ihre krude Handlung nicht so ernst nimmt. Unter diesem Vorzeichen kann man auch als Zuschauerin ganz entspannt mitfliegen.
(Carolin Ströbele)

Die zehn Episoden von "Another Life" sind auf Netflix abrufbar.

Nicht neu, aber hey: "Carnivàle" und "Black Spot"

Wenn Sie nicht unbedingt das Neueste sehen müssen, empfehlen wir Ihnen in den Sommermonaten ausgesuchte Serien, die wir jederzeit wieder gucken würden.

"Carnivàle"

Ein junger Mann begräbt seine tote Mutter im Staub, während ein Bagger die windschiefe Hütte der Familie fortreißt. Es geht hart zu im Amerika des Jahres 1934. In Oklahoma, wo die HBO-Serie spielt, herrschen Hunger, Arbeitslosigkeit und Verzweiflung. Die gerodeten Ebenen des Präriestaats werden außerdem von gewaltigen Sandstürmen heimgesucht. Von Umweltschäden spricht man damals noch nicht, vielmehr vom Zorn Gottes.

Die HBO-Serie Carnivàle gehörte zu den großen ersten Erfolgen des Bezahlsenders Anfang der Nullerjahre. Die Geschichte um einen Wanderzirkus zur Zeit der Großen Depression lief etwa zeitgleich mit The Wire und den Sopranos und erreichte mit der ersten Staffel Rekordeinschaltquoten für den Sender. Carnivàle ist mit der Kategorie Drama nur unzureichend beschrieben; vielmehr changiert die Serie zwischen Historienerzählung und einem mystischen Gut-gegen-Böse-Plot. 

Ausstattung und Kostüme der Serie sind grandios und erzeugen eine beklemmende Stimmung. Während der Dreharbeiten wurde tonnenweise Sand über dem Set verstreut, um die Ödnis der dustbowls zu illustrieren. Die Hoffnungslosigkeit treibt viele Menschen in die Kirchen oder in den Aberglauben. Im Wanderzirkus Carnivàle, der von dem kleinwüchsigen Samson (Michael J. Anderson, bekannt aus David Lynchs Twin Peaks) angeführt und von einem nie sichtbaren "Manager" beherrscht wird, werden Tarotkarten gemischt, Träume gelesen und Gedankenübertragungen vorgenommen. Als der junge Sam Hawkins (Nick Stahl) zu der Truppe stößt, erkennen viele, dass auch er übersinnliche Fähigkeiten besitzt. 

Die beste, weil gruseligste Figur der Serie ist der Methodistenprediger Justin Crowe (Clancy Brown), der nach und nach erkennt, dass seine Gaben wohl eher aus dem Reich des Teufels stammen. Visionen von Krieg und Gewalt, Frauen, die Geldmünzen speien – Carnivàle meistert den Wechsel zwischen dem Realismus des Wirtschaftskrisen-Amerikas und einer zeitlosen Mystik so stimmig, dass man schnell dem unheimlichen Sog dieser Serie verfällt.
(Carolin Ströbele)

Die beiden Staffeln von "Carnivàle" sind unter anderem auf Amazon, maxdome, iTunes und Sky Ticket abrufbar.

"Black Spot"

In der New York Times wurde kürzlich diskutiert, ob man Kinder allein noch in den Wald lassen darf, ohne GPS, Handytracker und Drohnenüberwachung. Allen Eltern, die dazu nun laut "Nein" sagen, dürfte immerhin die französische Serie Black Spot (im Original: Zone Blanche) recht geben. In der finster umwaldeten Kleinstadt Villefranche scheinen die Bäume ein geheimes Leben zu führen, von dem man aus deutschen Naturbestsellern nichts erfährt. In der Stadt geschehen sechsmal so viele Verbrechen wie im Rest des Landes, und die meisten Spuren führen die lokale Polizeichefin Laurène Weiss eben ins Baumdickicht, in dem sie selbst als junge Frau einst verschleppt und mehrere Tage angekettet worden war. Bis heute weiß sie nicht, wieso und von wem.

Jede Folge ist ein einzelner Fall, in jeder Folge allerdings versucht die Polizistin, ihre eigene Entführung aufzuklären, deren Indizien in eine Geisterwelt führen, mit röhrenden Hirschgestalten und Wölfen, die melancholisch an der Landstraße stehen. Ansonsten läuft das übliche Personal durch die Handlung: Es gibt die vor sich hin murmelnden Dorfirren, einen zwielichtigen Bürgermeister und die staubige Kleinstadtklaustrophobie, an der Serien sich offenbar noch immer nicht sattgesehen haben. Dass Black Spot in dieser inzwischen recht beliebigen Kulisse tatsächlich Spannung erzeugt, liegt an dem sich langsam entfaltenden, gut inszenierten Mysteryteil und seinen Waldgeistern, die man eine Weile nicht vergisst.
(David Hugendick)

Die beiden Staffeln von "Black Spot" sind auf Netflix abrufbar.

One-Hit-Wonder: "One Punch Man"

"One Punch Man"

Das Heldendasein kann so öde sein, wenn jeder Gegner sofort umfällt. Egal wie groß, stark oder schnell ein Monster ist, Saitama erledigt es mit nur einem Schlag. Was in der Welt der Superhelden ein Segen ist, erweist sich für den Protagonisten des Animes One Punch Man als Fluch. Die Kämpfe langweilen Saitama zu Tode und außerdem sind sie so schnell vorbei, dass niemand etwas von ihnen mitbekommt. Ruhm und Ehre bleiben also ebenfalls aus. Stattdessen wird Saitama belächelt. Mit seiner Glatze, dem trotteligen Gesichtsausdruck und dem gelben Neoprenanzug ähnelt der schlaksige Held mehr einer Karikatur als einem klassischen Heroen. Lediglich der Cyborg Genos sieht ihn in Aktion und wird sein Schüler – oder zwingt sich ihm als solcher auf.

Und so begleitet Genos seinen neuen Meister Tag für Tag, um das Geheimnis dessen Kraft zu enthüllen. Blöd ist nur, dass Saitamas Alltag fast schon lächerlich normal ist. Erledigt er nicht gerade Monster, liest er Supermarktprospekte oder schaut fern. Für Genos ist das hochspannend, weshalb er alles in seinem Notizbuch festhält – sogar die Dauer der Toilettengänge. Vielleicht ist der Grund für Saitamas Kraft ja sein gesunder Stuhlgang? Saitama reagiert darauf entsprechend genervt, doch Genos ignoriert die Hasstiraden seines Meisters genauso wie dessen verzweifelte Versuche, ihn aus der Wohnung zu befördern.

Der Anime, der auf der Mangavorlage des Künstlers ONE basiert, parodiert gekonnt sämtliche Heldenklischees. Zum Beispiel ist weder eine radioaktive Substanz noch ein Spinnenbiss für Saitamas Kraft verantwortlich, sondern ein Fitnessprogramm: Täglich jeweils 100 Liegestütze, Sit-ups sowie Kniebeugen und im Anschluss zehn Kilometer laufen. Für Comiclegenden wie Stan Lee wäre das wohl ein Schlag ins Gesicht. Und Genos kann seine Notizen in die Tonne treten.
(Tim Kröplin)

Die zwölf Folgen der ersten Staffel von "One Punch Man" laufen auf Netflix.

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Und was gucken Sie so? Schreiben Sie in den Kommentarbereich, welche Serien Ihnen den Schlaf rauben. Hildegard von Binge dankt es Ihnen.