Emmy Awards 2019 - "Game of Thrones" gewinnt 12 Emmys Die Fantasyserie hat in Los Angeles zum vierten Mal den Preis für die beste Dramaserie gewonnen. Zu den Gewinnern des Abends zählte auch die britische Serie "Fleabag." © Foto: Mike Blake/​Reuters

Die Fantasyserie Game of Thrones hat bei der 71. Verleihung der Emmy Awards ihren eigenen Rekord erneut eingestellt. Die Serie, die im Mai nach acht Staffeln zu Ende gegangen ist, gewann bei der Gala in Los Angeles zwei Preise – Beste Dramaserie und Bester Nebendarsteller in einer Dramaserie für Peter Dinklage – zusätzlich zu den zehn Trophäen, die sie bereits zuvor in Nebenkategorien eingesammelt hatte. Bereits 2015 und 2016 hatte die Serie je zwölf Auszeichnungen bekommen – ein Rekord.

Zu den weiteren Gewinnern des US-Fernsehpreises zählten unter anderem die Serien Fleabag, Chernobyl und The Marvelous Mrs. Maisel und Ozark. Die Emmys werden in etwa 120 Kategorien von etwa 24.000 Mitgliedern der Television Academy vergeben. Bei der Gala stehen die Hauptkategorien im Mittelpunkt. Zum vierten Mal in der Emmy-Geschichte gab es bei der starbesetzten Gala keinen Moderator. 

Mit Billy Porter hat bei den Emmy Awards erstmals ein offen homosexueller Mann die Trophäe als Bester Hauptdarsteller in einer Drama-TV-Serie gewonnen. Porter bekam die Auszeichnung für seine Rolle in der Serie Pose. Seine Trophäe nahm der 50-Jährige am Sonntagabend in Los Angeles in einem glitzernden Anzug und einem riesigen Hut entgegen. In der Sparte Beste männliche Dramahauptrolle ließ Porter unter anderem Bob Odenkirk, Jason Bateman und Kit Harington hinter sich.

Der Preis für die Beste weibliche Hauptrolle in einer Dramaserie ging an die 26-jährige Jodie Comer (Killing Eve). Ebenfalls nominiert waren neben Viola David, Robin Wright, Emilia Clarke und Mandy Moore auch ihre Serienkollegin Sandra Oh. Diese wäre die erste asiatischstämmige Schauspielerin gewesen, die den Preis bekommen hätte. Comer würdigte Oh in ihrer Dankesrede.

Die Gala im Microsoft Theater begann mit einem ziemlich launigen Leinwandauftritt von Homer Simpson. Die legendäre Zeichentrickfigur setzte zum Eröffnungsdialog an, kam aber nicht sehr weit: Als Homer davon erzählte, welch große Ehre es sei, Gastgeber der Verleihung zu sein, zerquetschte ihn ein Zeichentrickflügel. Anlass der Aktion war der 30. Jahrestag der Erstausstrahlung von The Simpsons. Schauspieler Anthony Anderson von der Sitcom Black-ish übernahm für Homer und veranstaltete ein kleines Casting: Er suche die richtige Person für eine Präsentation über die Macht des Fernsehens, sagte Anderson. Er fand dann Bryan Cranston, der den Abend endlich standesgemäß eröffnete. "Fernsehen war nie größer. Fernsehen war nie wichtiger. Und Fernsehen war noch nie so verdammt gut", erklärte der Star der Kultserie Breaking Bad.