Gleichzeitig wirken die Umwege, die durch die Polizeiermittlungen genommen werden, nicht fein genug planiert und nicht genau genug beschritten, als dass tatsächlich ein Verdacht auf den Schwiegervater von Jimmy (Roland Rober) fallen könnte. Die Tändelei, bei der sich Kollegin Tine (Marie Rosa Tietjen) in Kommissarin Grosz verguckt, dürfte in ihrer Unentschlossenheit den Betrachter auch nicht sonderlich beschäftigen.

Für den Schluss hebt sich Querschläger zwar noch zwei Pointen auf – dass der kleine Jimmy-Bruder Efe (Deniz Arora) plötzlich als Komplize in Thewesens Auto steigt, was zu dem Zeitpunkt aber weder eine Option für "mehr Druck" (Joachim Löw) auf den Erpressten ist, noch die Nummer zu einem Diebstahl umfrisieren kann (Efe holt die Kohle, um die es geht, einfach aus Jimmys Haus), weil sich der junge Mann dafür zu ungeschickt anstellt.

Der finale Witz ist, dass das Thewes-Kind doch noch an sein Geld kommt. Und zwar durch gutes Zureden von Falke, der Jimmy rät, das gebunkerte Schwarzgeld auf das Spendenkonto fürs kranke Kind zu überweisen. Eine salomonische Lösung, aber dass diese Form des Transfers sich kribbeliger anfühlt, wenn der Kommissar nicht dazu aufrufen muss, zeigt die Erinnerung an den Schweighöfer-Tatort. Da hat der Peschel-Vater am Ende zwar das Geld – aber auch die Gewissensbisse, ein paar Menschen umgebracht zu haben.