Der britische Schauspieler Jeremy Irons wird Präsident der Jury bei der diesjährigen Berlinale. Das teilte die Leitung der renommierten Internationalen Filmfestspiele mit. Irons sei "einer der bedeutendsten Charakterdarsteller der internationalen Film- und Theaterwelt" hieß es in der Mitteilung

Der künstlerische Leiter der Berlinale Carlo Chatrian lobte die "ikonischen Figuren", die Irons verkörpert hatte sowie seinen "unverwechselbaren Stil". Er schätze ihn als Mensch und als Künstler, der ihm die "Komplexität der menschlichen Natur vor die Augen geführt" habe. Irons teilte mit, er fühle sich von der Berufung geehrt. Die Berlinale sei ein "Festival, das ich seit langer Zeit bewundere und das ich immer gern besucht habe". 

Irons ist seit den Achtzigerjahren durch zahlreiche Arbeiten bekannt. Einen Durchbruch schaffte er mit der Hauptrolle in der britischen Fernsehserie Wiedersehen mit Brideshead sowie im Kinofilm Die Geliebte des französischen Leutnants an der Seite von Maryl Streep. Für seine Rolle als Claus von Bülow in Die Affäre der Sunny von B. gewann er 1991 einen Oscar als bester Hauptdarsteller.

Weiterhin ist er als Antagonist im Actionfilm Stirb langsam – jetzt erst recht mit Bruce Willis sowie als der Musketier Aramis in der Romanverfilmung Der Mann in der Eisernen Maske mit Leonardo DiCaprio und Gérard Depardieu bekannt. Aktuell ist er in der HBO-Serie Watchmen zu sehen. 2011 war er erstmals zu Gast bei der Berlinale.

Die Berlinale gehört neben den Festspielen von Cannes und Venedig zu den renommiertesten Filmfestivals der Welt. In diesem Jahr findet sie vom 20. Februar bis zum 1. März statt, es ist die 70. Ausgabe des Festivals. Im vergangenen Jahr hatte die französische Schauspielerin Juliette Binoche die Jury geleitet. Am 29. Januar will Chatrian, der das Festival zusammen mit der Geschäftsführerin Mariette Rissenbeek leitet, alle Filme bekannt geben, die am Wettbewerb teilnehmen. 2019 gewann der israelische Film Synonyme den Goldenen Bären, die höchste Auszeichnung beim Festival.