Der Schauspieler Volker Spengler ist tot. Er starb am Samstagvormittag kurz vor seinem 81. Geburtstag in Berlin.

Spengler wurde bekannt durch seine Rolle in In einem Jahr mit 13 Monden von Rainer Werner Fassbinder. Gedreht im Jahr 1978, erzählt der Film die letzten Tage der Transsexuellen Elvira Weishaupt. Spengler war in der Hauptrolle an der Seite von Ingrid Caven, Elisabeth Trissenaar und Eva Mattes zu sehen.

Auch in anderen Fassbinder-Filmen wirkte Spengler mit, darunter in Satansbraten, Die Sehnsucht der Veronika Voss, Chinesisches Roulette, Die dritte Generation, Die Ehe der Maria Braun sowie in der Fernsehserie Berlin Alexanderplatz.

Der 2010 verstorbene Regisseur Christoph Schlingensief engagierte Spengler für Filme wie Das deutsche Kettensägenmassaker, 100 Jahre Adolf Hitler – Die letzte Stunde im Führerbunker und Die 120 Tage von Bottrop sowie bei Theateraufführungen an der Berliner Volksbühne wie Rosebud. In der Romanverfilmung Der Unhold von Volker Schlöndorff spielte Spengler 1996 an der Seite von Gottfried John und John Malkovich die Rolle des NS-Mannes Hermann Göring.

In seiner jahrzehntelangen Bühnenkarriere arbeitete Spengler mit vielen Theaterregisseuren zusammen, etwa mit Peter Palitzsch, Frank Castorf und René Pollesch. In Heiner Müllers letzter Inszenierung, dem Brecht-Stück Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui, stand er unter anderem neben Martin Wuttke auf der Bühne des Berliner Ensembles.

Spengler soll schon als 14-Jähriger Anfang der Fünfzigerjahre zur See gefahren sein und später eine Kaufmannslehre gemacht haben, bevor er in Salzburg und am Wiener Max Reinhardt Seminar Schauspiel studierte. Seine frühe Laufbahn führte ihn mit Prominenten wie dem Komiker Heinz Erhardt und dem Regisseur Fritz Kortner zusammen.