Die alle zwei Jahre organisierte Biennale gilt als eines der bedeutendsten Foren zeitgenössischer Kunst. Deutschland ist traditionell dort mit einem eigenen Pavillon vertreten. Im vergangenen Jahr war Nicolaus Schafhausen als Kurator zuständig.

Die 42-jährige Susanne Gaensheimer ist seit dem vergangenen Jahr Chefin des Museums für Moderne Kunst in Frankfurt. Zuvor leitete sie die Sammlung für Internationale Gegenwartskunst am Lenbachhaus in München. Frankfurt war an der 53. Biennale in Venedig im vergangenen Jahr maßgeblich beteiligt: Der Direktor der Städel-Kunstschule, Daniel Birnbaum, war Kurator der Überblickschau.

Die Kunst-Biennale wird im Wechsel mit der Architektur-Biennale ausgerichtet, die in diesem Jahr vom 29. August bis zum 21. November stattfindet. Dort wird das Büro Walverwandtschaften (München, Zürich, Boston) den deutschen Pavillon gestalten. Unter dem Motto People meet in Architecture (Menschen treffen sich in der Architektur) soll die Frage verhandelt werden, ob die Architektur Licht in das Dickicht neuer Wertvorstellungen und Lebensstile der Menschen im 21. Jahrhundert bringen kann. Direktorin des diesjährigen Festivals ist die Japanerin Kazuyo Sejima vom renommierten Büro Sanaa. Die 53-jährige ist die erste Frau, die die Architektur-Biennale leitet.