Der Preis des japanischen Kaiserhauses ist mit jeweils 15 Millionen Yen (138.000 Euro) dotiert und gilt als "Nobelpreis der Künste", verliehen wird er am 13. Oktober in Tokyo. Gestiftet wird der Preis von der Japan Art Association. 

Horn erhielt 1993 als erste Frau eine Einzelausstellung im New Yorker Guggenheim Museum. Ihr Werk umfasst Filme, Performances und Installationen. Sie wird in der Kategorie Skulptur und für ihre "richtungsweisenden Grenzüberschreitungen" geehrt.

Weitere Preisträger sind die italienische Schauspielerin Sophia Loren, der japanische Architekt Toyo Ito, der Pianist Maurizio Pollini und der Konzeptkünstler Enrico Castellani (beide Italien).

Die Künstler bekommen bei einer feierlichen Zeremonie von Prinz Hitachi eine Urkunde und eine Medaille. Der jüngere Bruder des japanischen Kaisers ist Schirmherr der Japan Art Association. Zu den früheren Preisträgern des seit mehr als 20 Jahren verliehenen Praemium Imperiale gehören: Pina Bausch, Leonard Bernstein, Ingmar Bergman, Renzo Piano, Norman Foster, Christo & Jeanne-Claude, Georg Baselitz und Daniel Barenboim. 

Als neuer internationaler Berater und Nachfolger von Otto Graf Lambsdorff, der 2009 starb, wurde der Präsident des Goethe-Instituts, Klaus-Dieter Lehmann, vorgestellt. Lehmann, früher Chef der Preußenstiftung, würdigte den Praemium Imperiale als den weltweit höchsten Preis für zeitgenössische Kunst. Lehmann würdigte auch die deutsche Preisträgerin: "Sie ist eine der Fantasievollsten, die ich überhaupt kenne."