Mehr als ein Jahr nach einem großen Kunstdiebstahl in Paris wurden drei Verdächtige festgenommen. Eine Frau und zwei Helfer kamen Mitte September in Haft, hieß es aus Justizkreisen. Sie werden verdächtigt, Ende Mai 2010 am Diebstahl von fünf Meisterwerken im geschätzten Wert von bis zu 100 Millionen Euro aus dem Musée d'Art Moderne beteiligt gewesen zu sein.

Das teuerste unter den gestohlenen Bildern war das Werk Le pigeon aux petits pois des spanischen Malers Pablo Picasso. Daneben entwendeten die Diebe drei Werke der französischen Maler Henri Matisse, Georges Braque und Fernand Léger sowie eines des italienischen Künstlers Amedeo Modigliani.

Nach dem Diebstahl der Bilder war bekannt geworden, dass es in dem Museum in der Nähe des Eiffelturms erstaunliche Sicherheitslücken gegeben hatte. Die Alarmanlage in der Kunstsammlung hatte offenbar seit zwei Monaten nicht richtig funktioniert. Auf den Überwachungskameras war zu sehen, dass eine einzelne Person durch ein Fenster in das Museum einstieg. Mitarbeiter stellten fest, dass eine Scheibe eingeschlagen und ein Vorhängeschloss geknackt wurde, um in die Ausstellungsräume zu gelangen.