Der renommierte Kunstkritiker Robert Hughes ist tot. Hughes sei nach langer Krankheit am Montag im Alter von 74 Jahren in New York gestorben, gab seine Ehefrau laut  New York Times bekannt.

Der in Sydney geborene Hughes studierte Kunst und Architektur, bevor er Australien in den sechziger Jahren verließ. Zunächst schrieb er für die britische Times und den Observer , bevor er als Kunstkritiker zum Time -Magazin wechselte, wo er mehr als 30 Jahre Chef-Kritiker war.

Hughes machte mit vernichtenden Bemerkungen über Julian Schnabel , Jeff Koons oder Damien Hirst von sich reden. Er schrieb mehrere Bücher, unter anderem über australische Kunst. Viel beachtet ist sein Buch Australien – ein Werk über die Geschichte des Kontinents. Seine Werke über die Maler Lucian Freud und Goya wurden zu Bestsellern.

Die von ihm entwickelte TV-Dokumentation The Shock of the New über die jüngere Kunstgeschichte war ebenfalls sehr erfolgreich. Die Serie über Kunst von den Impressionisten bis Andy Warhol sahen bei der BBC-Erstausstrahlung mehr als 25 Millionen Menschen.

Ende der neunziger Jahre überlebte der Kritiker einen schweren Autounfall in seinem Heimatland. Er litt seither an den Folgen.