"Verwerft den Stil, ändert ihn jede Woche!", forderte die Malerin Maria Lassnig einst von ihren Künstlerkollegen. Sie selbst, Jahrgang 1919, hat fast alle Stilrichtungen der Nachkriegszeit in ihren Werken aufgegriffen. In Paris traf sie in den fünfziger Jahren auf Surrealisten wie André Breton, in Wien gehörte sie zum österreichischen Informel, in New York ließ sie sich von der Pop-Art beeinflussen. Im Juni 2013 erhielt Lassnig den Goldenen Ehrenlöwen der Kunst-Biennale in Venedig. Am 6. Mai 2014 ist sie im Alter von 94 Jahren in Wien gestorben.