Sieben aus den Niederlanden gestohlene Meisterwerke sollen in Rumänien verbrannt worden sein. Die als Komplizin mitangeklagte Mutter eines der mutmaßlichen Räuber habe gestanden, alle Bilder, darunter Werke von Picasso und Monet, in ihrem Ofen verbrannt zu haben, berichtete der rumänische Sender B1 TV. Die rumänische Staatsanwaltschaft wollte diese Aussagen auf Anfrage nicht bestätigen, wohl aber, dass man hierzu ermittle.

Dem Bericht des Senders zufolge seien die Täter nach einer ersten Hausdurchsuchung der Polizei in Panik geraten, zudem hätten sie für das Diebesgut keine Käufer finden können. Vor der Verbrennung habe die Frau die Bilder zunächst auf einem Friedhof vergraben. Mit der Verbrennung habe sie "gehofft, dass es auf diese Weise keine Beweise gebe und die Verdächtigen nicht verurteilt würden".     

Nun wird die Asche aus dem Ofen der mutmaßlichen Komplizin untersucht. Man warte auf das Ergebnis der chemischen Expertise, die zeigen könnte, ob die Asche etwa Reste von spezifischen Malerfarben enthalte, sagte eine Sprecherin der Direktion für Organisiertes Verbrechen und Terrorismus der Staatsanwaltschaft (DIICOT). Zu diesem Punkt werde es ein separates Strafverfahren geben. 

Der spektakuläre Einbruch in die Kunsthalle von Rotterdam im vergangenen Oktober war der größte Kunstraub in den Niederlanden seit mehr als 20 Jahren. Geraubt wurden zwei Werke von Claude Monet sowie je eins von Pablo Picasso, Henri Matisse, Paul Gauguin, Meyer de Haan sowie Lucian Freud. Nach Angaben aus den Niederlanden sind die Meisterwerke zusammen 50 bis 100 Millionen Euro wert.