Die Arbeiten des Fotografen Guy Bourdin (1928–1991) haben etwas Unwirkliches an sich. Der Franzose inszenierte Körper, ließ seine Bilder ins Absurd-Surreale abgleiten und verwendete oft das Spiegelmotiv. Die Kompositionen sind dramatisch, die Farben gesättigt. Bourdins Auftraggeber waren Magazine wie die Vogue und Modelabels wie Chanel oder Versace. Die Hamburger Deichtorhallen zeigen die bisher umfangreichste Ausstellung von Bourdins Werken: Farbfotografien, aber auch wenig bekannte Schwarz-Weiß-Aufnahmen, sein malerisches Œuvre und filmische Notizen.