Weitere Werke aus dem Münchner Kunstfund des Kunsthändlersohns Cornelius Gurlitt sind im Internet veröffentlicht worden. Die Augsburger Staatsanwaltschaft hat Grafiken von Edvard Munch, Max Liebermann und Henri de Toulouse-Lautrec in die Magdeburger Datenbank Lost Art gestellt. Insgesamt 79 Werke sind inzwischen online.

In den Geschäftsbüchern des Kunsthändlers Hildebrand Gurlitt, dem Vater von Cornelius Gurlitt, aus den Jahren 1937 bis 1945 gebe es Hinweise auf diese Werke, teilte das Büro von Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) mit. Ob es sich um NS-Raubkunst handelt, könne nur die Provenienzrecherche ergeben. 

Um den Weg dieser Werke bis in die Hände Gurlitts zu klären, habe die Augsburger Staatsanwaltschaft die Werke ins Netz gestellt. Bereits in der vergangenen Woche waren Abbildungen einiger Gemälde in die Datenbank der Magdeburger Koordinierungsstelle für Kulturverluste gestellt worden. Insgesamt sollen etwa 600 der mehr als 1.200 beschlagnahmten Werke im Internet veröffentlicht werden.

Gurlitt soll zunächst 310 seiner Bilder zurückbekommen. Der Zentralrat der Juden kritisierte das als voreilig.