Isa Genzken erhält den Kaiserring 2017 der Stadt Goslar. Das hat Oberbürgermeister Oliver Junk (CDU) beim Neujahrsempfang in der Goslarer Kaiserpfalz bekanntgegeben. Die in Berlin lebende Genzken gilt als eine der wichtigsten und einflussreichsten deutschen Künstlerinnen der Gegenwart.

Am 7. Oktober soll die 68-Jährige den schlichten Goldring mit dem Bildnis des am 11. November 1050 in Goslar geborenen Kaisers Heinrich IV. überreicht bekommen.


Genzken führe seit mehr als 30 Jahren "den internationalen Diskurs der Bildhauerei mit an", heißt es in der Begründung der Jury. "Ungeschönt, punkig, aber nie ohne Humor" zeige sie in ihren Fotografien, Installationen und Skulpturen "Umbrüche, Gegensätze, Gewalt und Brutalitäten unserer Gesellschaften" und ermögliche es dem Betrachter, "der Wahrheit ein Stück näherzukommen".

Der Kaiserring ist ein renommierter Preis für moderne Kunst, den die Stadt unter anderem an die Künstler Christo, Joseph Beuys, Jimmie Durham, Max Ernst und Georg Baselitz verliehen hat. Die undotierte Auszeichnung wird seit 1975 jährlich verliehen.

Isa Genzken wurde 1948 in Bad Oldesloe geboren. Sie studierte in Hamburg, Köln, Berlin und Düsseldorf Malerei, Kunstgeschichte, Philosophie, Fotografie und Grafik. Ihre Werke zeigte sie in zahlreichen Ausstellungen, unter anderem im New Yorker Museum of Modern Art (MoMA), dem Martin-Gropius-Bau in Berlin, in Chicago, Brüssel, Zürich, London und Wien.