Der Käufer des Gemäldes Salvator Mundi von Leonardo da Vinci ist einem Bericht zufolge der saudi-arabische Kronprinz Mohammed bin Salman. Er habe einen Zwischenhändler eingeschaltet, um das Ölgemälde anonym zu kaufen, berichtete das Wall Street Journal. Die Wirtschaftszeitung berief sich auf US-Geheimdienstkreise, die sich für den aufstrebenden Kronprinzen und Vize-Regierungschef Saudi-Arabiens interessieren.

Die New York Times hatte zuvor berichtet, ein saudi-arabischer Prinz habe das Gemälde ersteigert. Das 500 Jahre alte Ölgemälde Salvator Mundi von da Vinci war Mitte November in New York für 450,3 Millionen Dollar, umgerechnet rund 381,3 Millionen Euro, versteigert worden. Das Auktionshaus Christie's hatte Angaben zum Käufer verweigert. Salvator Mundi soll demnächst im gerade erst neu eröffneten Louvre Abu Dhabi ausgestellt werden, wie das Museum mitteilte.

Das Gemälde zeigt Jesus Christus mit zum Segen erhobener rechter Hand, in der Linken hält er eine Kristallkugel. Das Werk, das da Vinci um 1500 malte, hat eine bewegte Geschichte. Experten vermuten, dass es vom französischen Königshof in Auftrag gegeben worden sein könnte und später in den Besitz des englischen Königshauses überging.

Lange Zeit verschollen, tauchte das Gemälde erst im 19. Jahrhundert wieder auf und wurde zunächst einem Zeitgenossen da Vincis, aber nicht dem weltberühmten Universalgelehrten selbst zugeschrieben. 1958 wechselte es für 45 Pfund den Besitzer. Erst seit 2005 gilt es offiziell als Werk Leonardo da Vincis.